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Archive for the ‘Solidarity’ Category

Selbstorganisierung bei Jugend am Werk

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Arbeitszeit, Gesundheit + Soziales, Solidarity on Juli 19, 2017 at 4:49 pm

Betriebsinfoblatt erschienen

Bei Jugend am Werk (JaW), einer der größten Einrichtungen in Österreich
zur Betreuung von Menschen mit Lernschwierigkeiten, haben Kolleg*innen
begonnen sich selbstzuorganisieren. Sie haben im Mai, anläßlich von
Teilbetriebsversammlungen, ein erstes Betriebsinfoblatt herausgebracht.
Ausgangpunkt war die schlechte Informationspolitik von der Leitung und dem
Betriebsrat – und gleichzeitig sich fortsetzende Verschlechterungen für
die Belegschaft und die Klient*innen durch Einsparungsmaßnahmen. Um im
Betrieb eine Diskussion dazu und Selbstorganisierungsprozesse anzuregen,
haben die Kolleg*innen das Infoblatt geschrieben, welches Ihr hier
runterladen könnt.

Da die Kolleg*innen teilweise auch im WAS organisiert sind, werden sie von
uns unterstützt. Beispielsweise haben wir das Flugblatt an über 70
Standorten in Wien verteilt, und mitgeholfen alle rund 1700 Beschäftigten
zu erreichen. Die Kolleg*innen sind über folgende Emailadresse direkt
erreichbar: bg-jaw at riseup.net („at“ durch“@“ ersetzten).

JaW_BetriebsinfoblattNr1

 

 

WAS geht, Oida?

In aktuelle Termine, Solidarity, WAS heißt... on Juli 5, 2017 at 6:59 pm

 

Liebe Genoss*innen, liebe Freund*innen!

Wir veranstalten am 15.07.2017 unseren ersten Stammtisch und wollen Euch alle sehr herzlich einladen!

Dies soll jeder und jedem die Möglichkeit geben das WAS in ungezwungener Athmosphäre kennen zu lernen, als auch, dass wir WASis uns ungezwungen treffen!

Wann? ab 19:00 Uhr bis in den Abend hinein
Wo? Druckraum
Redtenbachergasse 3/ Souterrain
1150 Wien

Euer WAS

 

Internationale Solidaritätskampagne für die Kolleg*innen der selbstverwalteten Fliesenfabrik Zanon in Neuquén/ Argentinien

In Solidarity on Dezember 29, 2016 at 10:14 pm

Das WAS erklärt sich solidarisch mit den Arbeiter*innen von Zanon und veröffentlicht hier eine Übersetzung ihres Aufrufs und der Geschichte der Fabrik, welche zuvor auf LabourNet Germany erschienen ist.

zanon2Nach 15 Jahren erfolgreicher selbstverwalteter Produktion brauchen die Kolleg_innen von Zanon nun erneut Solidarität. Da ihnen die für die technologische Erneuerung dringend benötigten Kredite verweigert werden, können sie mit der veralteten Maschinerie nicht mehr rentabel produzieren. Es reicht nicht mehr für den Lebensunterhalt der Kolleg_innen. Die bekannteste übernommene Fabrik in Argentinien, die aufgrund ihrer kämpferischen Haltung international bekannt und zum Vorbild wurde, steckt in der Krise. Die Kolleg_innen kämpfen weiter um die Kredite und für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. In dieser Phase brauchen sie Solidarität – auch finanzielle.

  • Sie haben für die Kampagne eine neue Webseite eingerichtet mit dem Aufruf, einer Darstellung der Geschichte der Fabrik sowie Bildern und Videos: http://endefensadezanon.com/

Im Folgenden die Übersetzung des Aufrufs und der Geschichte von Zanon.

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Französische Botschaft kriegt einen Brief

In Allgemeines, Arbeitsrecht, Solidarity on Oktober 7, 2016 at 8:50 pm

foto_brief_franz_botschSeine Exzellenz Pascal Teixeira da Silva, Botschafter der Republik Frankreich in Österreich!

Mit diesem Brief wollen wir, das Wiener Arbeiter*innen Syndikat, unseren Protest gegen die Arbeitsrechtsreform im Frankreich ausdrücken. Die Reform ist nichts anderes als ein Angriff gegen die Existenz der Arbeiterinnen und Arbeiter.

Die Auswirkungen der Reform sind nicht nur in Frankreich zu spüren, sondern gefährden alle Arbeiterinnen und Arbeiter Europas und dadurch der Welt.

Die Reform wurde undemokratisch durchgesetzt. Nach heftigen Protesten gegen das Gesetz ist die Vorlage ohne Abstimmung in Kraft getreten. Somit hat die „Sozialistische“ Regierung Frankreichs ihr wahres Gesicht gezeigt.

Wir wollen die sofortige Aufhebung dieses undemokratischen und asozialen Gesetzes.

In Solidarität mit allen Arbeiterinnen und Arbeitern der Welt,

das Wiener Arbeiter*innen Syndikat

OZ Dive maky (Slowakei) verweigert ausstehenden Lohn

In Bildungsarbeit, Solidarity on November 24, 2015 at 11:57 am

OZ Dive maky ist eine slowakische NGO die talentierten Roma-Kindern zu Bildung und zur Weiterentwicklung ihrer Talente verhelfen will. Ein nunmehriges Mitglied unserer slowakischen Schwestergewerkschaft Priama Akcia arbeitete von Anfang 2014 bis Juli 2015 für diese Organisation. Er wollte eine reguläre Anstellung bekommen, was im aber verweigert wurde. Die NGO will so – wie es in der Slowakei (aber auch in Österreich) vielerorts üblich ist – vermeiden, Krankenversicherungsbeiträge und andere Sozialabgaben bezahlen zu müssen. So  werden die Arbeiter*innen unter ein „commercial agreement“ genommen, d.h. als „Selbstständige“ geführt.

Im Juli beschloss er enttäuscht die Firma zu verlassen. Zuerst schien alles glatt zu gehen. Die Geschäftsführerin unterzeichnete eine Beendigung der Vertrages, welche festhielt, dass keine offenen Forderungen an den jeweiligen Vertragspartner offen sind – abgesehen von einer ausstehenden Bezahlung für Arbeit die im Juli 2015 geleistet wurde. Im August 2015 seien daher noch 950 € auszubezahlen.
Dieser Betrag wurde jedoch nie ausbezahlt. Als der ehemalige Mitarbeiter die Geschäftsführung dazu aufforderte, wurde ihm mitgeteilt, dass er seine Arbeit nicht richtig gemacht hätte, und deshalb nichts mehr bezahlt bekäme.

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Gastgewerbe: Solfed Brigthon (UK) wieder erfolgreich

In Gastronomie, Solidarity on Mai 30, 2015 at 11:12 am

Die befreundete anarchosyndikalistische Gewerkschaft Solidarity Federation in Brighton (UK) war  wieder einmal erfolgreich.

Im Gastgewerbe in Brighton ist es üblich für die Bosse nicht einmal den Mindestlohn oder Feiertagszuschläge zu zahlen. Dieses Problem betrifft häufiger MigrantInnen, die sprachliche Probleme haben und die  Arbeitsgesetze nicht gut genug kennen.

Dies war bei einem Mitarbeiter eines Restaurant der Fall. Seine Situation am Arbeitsplatz wurde dadurch verkompliziert, dass der Rest des Küchenpersonals wie er Migranten waren, so die Kommunikation untereinader mitunter sehr schwierig war. Es wurde der Mindestlohn (6,5 Pfund/Stunde) bezahlt, Änderungen im Dienstplan wurden oft in letzter Minute bekanntgegeben, manchmal dauerte die Arbeitswoche bis zu 50 Stunden.

Unter Ausnutzung der Schwierigkeiten bei der Kommunikation und den Mängeln der Arbeitsgesetzgebung versuchte sein Chef, ihn zuerst davon zu überzeugen seinen Urlaub nicht zu nehmen. Auch verweigerte er ihm das Urlaubsgeld, weil er „keine Ansprauch darauf hat, wenn er im Urlaub nicht arbeitet“.

Nach zweieinhalb Monaten beschloss der Arbeiter den Job hinzuschmeissen. Nicht nur deshalb weil die Arbeitszeiten und Löhne so schlecht waren, sondern auch, weil es so schwierig war eine kollektive Antwort vom Küchenpersonal zu organisieren.

Er hat aber weiterhin auf die Zahlung des Geldes beharrt, dass ihm der Chef noch schuldete. Nachdem er mit Mitgliedern des SolFed Brighton – das bereits bekannt für seine erfolgreichen Aktionen ist – zu seinem Chef gegangen ist und mit einer Kampagne gegen Lohndiebstahl gedroht hat war dieser sofort zur Zahlung bereit.

Mehr (English)…

Ältere Beiträge zum Bereich Gastgewerbe…

Bulgarien: Proteste gegen Bahnreform

In Öffentlicher Verkehr / Transport, Solidarity on März 22, 2015 at 12:33 pm

ARS Bahnprotest

Aus: Anarchosyndikat Köln/Bonn, anarchosyndikalismus.org 

Seit Mitte Januar 2015 findet eine Reihe von Protesten gegen die geplante „Reform“ der bulgarischen Eisenbahn BDZ statt. Die Regierung bereitet die weitere Stillegung von Bahnverbindungen und Kürzungen im Angebot vor, um die staatliche Aktiengesellschaft „Bălgarski Dăržavni Železnici“ schrittweise zu privatisieren.

Auch die Gewerkschaft „Autonomes Arbeiter/innen-Syndikat“ (ARS) organisierte am Bahnhof der Hafenstadt Varna eine kleine Kundgebung, an der sich etwa 50 Bürger/innen, Aktivist/innen und Arbeiter/innen beteiligten, die über das Schicksal der Eisenbahn als größtem Arbeitgeber des Landes besorgt sind.

Ein Großteil der über 17.000 Bahnarbeiter/innen hat jedoch nicht an Protesten teilgenommen, da sie einerseits vom Management mit Entlassung bedroht wurden und Erklärungen unterschreiben mussten, dass sie nicht demonstrieren werden. Andererseits waren viele nicht gekommen, weil das Verkehrsministerium am Tag vor dem landesweiten Aktionstag der reformistischen Gewerkschaften angekündigt hatte, dass die geplanten Kürzungen gestoppt würden, woraufhin die Kundgebungen abgesagt wurden.

Trotz dieser Hindernisse hält die anarchosyndikalistische ARS ihre Aktion in der Großstadt am Schwarzen Meer für mehr als erfolgreich, denn sie haben ihr Hauptziel erreicht, im Anschluss zu der Aktion eine Vollversammlung abzuhalten. Dort wurde gemeinsam über die Probleme bei der Eisenbahn diskutiert und versucht Strategien zu entwickeln, um die Probleme zugunsten der Arbeiter/innen und Fahrgäste zu lösen.

Vollversammlung diskutiert Alternativen

An der Sitzung haben neben den lokalen Aktivist/innen der ARS auch Bahnarbeiter/innen, Rentner/innen und andere Bürger/innen teilgenommen, denen das Schicksal der Eisenbahn am Herzen liegt. Diskutiert wurden folgende, sehr interessante Themen:

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Solidaritätsaktion für syrische Flüchtlinge in Griechenland

In Solidarity on Januar 24, 2015 at 5:03 pm

ese

Die Libertär-Syndikalistische Gewerkschaft (ESE) Athen beteiligte und unterstützte in den letzten Monaten Solidaritätsaktionen für syrische Flüchtlinge und Kriegsopfer die nach Griechenland gelangt sind.

Abgesehen vom Anspruch auf Asyl und Visa kämpfen die syrischen Flüchtlinge um die minimalen Lebensvoraussetzungen wie Unterkunft, Verpflegung, Gesundheitsversorgung. Hunderte wurden in Hotels und anderen Unterkünften unter sehr ärmlichen Verhältnissen untergebracht. Das Essen wird von humanitären Organisationen zur Verfügung gestellt.

Für weitere tausende Flüchtlinge, darunter Familien mit kleinen Kindern, ist die Situation noch dramatischer – sie müssen in Parks leben.

Die Welle der in Griechenland ankommenden syrischen Flüchtlinge in Griechenland steigt ständig.
In der benachbarten Türkei gibt es eineinhalb Millionen SyrerInnen die durch den Krieg vertrieben wurden und nun versuchen Westeuropa zu erreichen.

Die Regierung Griechenlands fühlt sich für das Schicksal der meisten Flüchtlinge nicht zuständig, die anderen europäischen Staaten wie Österreich setzen auf Abschottung, schieben syrische Flüchtlinge zu Tausenden etwa nach Italien ab und nehmen lächerlich geringe Kontingente von Flüchtlingen im eigenen Land auf.

Verschiedene sozialen Organisationen (Nachbarschaftsversammlungen und Sozialzentren) in Athen haben die Initiative ergriffen und beheimaten in ihren Räumen viele Flüchtlinge. Für diese Organisationen stellt es aber eine große Herausforderung die finanziellen Kosten zu tragen.

Daher versucht die ESE nun Hilfe zu mobilisieren. Der Solidaritätsfond der ESE ist weitgehend erschöpft, daher ruft die ESE zur Unterstützung durch sozialen Bewegungen und ArbeiterInnen auf der ganzen Welt auf!

Die Solidaritätsaktion der ESE kann mit Geldspenden unterstützt werden:

Piraeus Bank
ΙΒΑΝ: GR86 0172 0870 00508707 0937 715
BIC: PIRBGRAA

Link: ESE

Diskriminierung, sexuelle Übergriffe und Mobbing bei CITIBANK Polen

In Solidarity on Januar 24, 2015 at 4:32 pm

Unbenannt

ArbeiterInnen von Citibank Polen nahmen mit Unterstützung der ZSP-IAA den Kampf gegen diesen Konzern auf.
Ein Mann wurde gefeuert, als er einer defacto-Degradierung und Lohnkürzung seine Zustimmung verweigerte, nach dem er aus dem Vaterschafts-Urlaub zurückgekehrt war. Nach dem Gesetz sollte ihm ein gleichwertiger Job wie vor der Karenz zur Verfügung stehen. Jetzt verklagt er die Firma und wird von der ZSP unterstützt.
Ein weiterer Kollege kämpft mit der ZSP gegen den Umstand, dass er etwa die Hälfte verdient wie seine Kollegen in vergleichbaren Positionen. Hier soll nicht nur die Angleichung des Lohnes erreicht werden, sondern auch die Verschwiegenheitsklausel hinsichtlich der Lohnhöhe aus den Arbeitsverträgen gestrichen werden.
Zuletzt klagt eine Kollegin gegen Citibank weil sie an ihrem Arbeitsplatz Opfer sexueller Übergriffe wurde.

Der Kampf der ZSP kann mit Protestfaxes und –emails unterstützt werden.

 

FAXES AND EMAILS

We are writing in support of the workers taking action against your practices of discrimination and sexual harrassment in Poland. Citibank should eliminate these problems from the workplace, guarantee workers equal pay for equal work and stop reprisals against workers who stand up for their rights.
NO MORE MOBBING AND DISCRIMINATION!
NO TO SEXUAL HARRASSMENT!

Senden an:

Citibank / Bank Handlowy Warsawa
fax +48 22 692 50 23
Citibank Headquarters +1-212-793-3946
listybh@citi.com

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Lohnkampf an der Mall of Berlin

In Solidarity on Januar 24, 2015 at 3:48 pm

Protestkundgebung: Metatec-Ausbeuter, bezahlt die Arbeiter!

Bauunternehmer erwirkt einstweilige Verfügung gegen die FAU Berlin

Mit der einstweiligen Verfügung, die das Landgericht Berlin ohne mündliche Verhandlung erließ, droht der FAU Berlin für bestimmte Aussagen ein Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro, ersatzweise Ordnungshaft bis zu sechs Monaten für ihre SekretärInnen.

Gewerkschaft erhält Maulkorb

Zum Heutigen Tag wurde gegen die Freien ArbeiterInnen Union (FAU) Berlin durch Andreas Fettchenhauer eine einstweilige Verfügung erwirkt. Ohne mündliche Anhörung der FAU erfolgte die Entscheidung durch das Landgericht Berlin. Der FAU droht ein Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro, ersatzweise Ordnungshaft bis zu sechs Monaten für SekretärInnen der FAU Berlin.

„Einstweilige Verfügungen sind ein gängiges Mittel gegen Gewerkschaften. Die FAU wird auf diese Weise sogar ohne mündliche Anhörung durch Zwangsmittelandrohung zum Schweigen gebracht, ohne eine abschließende Prüfung der Tatsachen“ so Nina Matzek, Sekretärin der FAU Berlin. „Es geht jetzt auch mal wieder um die Gewerkschaftsfreiheit“. Die FAU Berlin greift nun als ersten Schritt zur Selbstzensur, prüft aber die Möglichkeiten des Widerspruchs.

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Bleibt zu hoffen, dass sich die FAU Berlin nicht im Paragrafen-Jungle verirrt. Offenbar wirkt die Einschüchterung aber nicht: Die Aktionen der FAU für die Bezahlung der Arbeiter der Mall of Berlin gehen weiter.

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