Herrschaftsfreie Basisgewerkschaft – Österreichische Sektion der IAA

Archive for the ‘Solidarity’ Category

Streik der Arbeitnehmer*innen des ASB Wien WSD!

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitszeit, Gesundheit und Soziales, Solidarity, Termine (vergangene) on 7. November 2022 at 15:57

Das WAS gibt hier den Aufruf der Arbeitenden beim Arbeiter-Samariter-Bund wieder, welche morgen, am 8. 11. 2022, nicht nur streiken werden, sondern auch eine Demonstration abhalten werden, die um 14:30 Uhr am Christian Broda Platz, 1070 Wien, beginnt. Wir rufen alle HacklerInnen aus dem Sozialbereich und alle solidarischen Menschen auf, dorthin zu kommen und ihre Unterstützung zu zeigen!

Warum streiken wir am 08.11.2022?

In den letzten Wochen haben Gewerkschaft und der Verband der österreichischen Sozial- und Gesundheitsunternehmen (SWÖ) einen neuen Kollektivvertrag verhandelt. Bei der letzten Verhandlungsrunde am 19.10.2022 der Gewerkschaft für Privatangestellten (GPA) der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft VIDA und der „Sozialwirtschaft Österreich – SWÖ“ konnte keine Einigung gefunden werden.

Die Gewerkschaften hatten eine Erhöhung der Gehälter um 15% gefordert. Außerdem sollte die Erhöhung mindestens € 350,- brutto bei einer Vollzeitanstellung ausmachen.
Das Gegenangebot der SWÖ-Unternehmen war eine Erhöhung um 7,5% und mindestens € 150,- brutto mehr bei einer Vollzeitanstellung.
Bei den Verhandlungen geht es aber auch um eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche, ohne Kürzungen der Gehälter. Die Gewerkschaften fordern außerdem eine bessere Anrechnung von Vordienstzeiten, eine Verdoppelung der Flexibilisierungszuschläge und Zuschläge auf alle Mehrstunden bei Teilzeitanstellungen (fast alle von uns arbeiten Teilzeit). Den Rest des Beitrags lesen »

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Solidarité avec nos camarad.e.s en grève à la boulangerie La Conquête du pain à Montreuil !

In Antirassismus, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Français, Gastronomie, International, Solidarity on 5. Juli 2022 at 22:08

This article in English

Par l’intermédiaire de notre syndicat frère français CNT-IAA, nous avons été informés d’une lutte de travailleur.eue.s dans une entreprise collective „anarchiste“ dans la ville de Montreuil. Les hackers se trouvent dans une situation très similaire à celle de nombreuses „entreprises alternatives“, où le travail salarié existe et où les contradictions du capitalisme apparaissent au grand jour.

L’absence d’analyse de classe conduit toujours aux mêmes structures, d’abord d’auto-exploitation puis des structures d’exploitation par des tiers.  Dans tous les cas, l’argument selon lequel „ce projet est si important“ est placé au-dessus de la prévention de l’exploitation économique, même si c’est contre laquelle on s’est en fait battu un jour. Que ce soit dans la boulangerie „La conquête du pain“ en France, ou au Gagarin à Vienne. Même à Montreuil, des patron.ne.s de l’entreprise collective prétendument anarchiste veulent minimiser l’exploitation réelle et dénoncer et publiquement diffammer les grévist.e.s actuel.le.s. C’est pourquoi les (ancien.ne.s) ouvrièr.e.s de la boulangerie LeFirin, de Gagarin et de Tüwi, organisées au sein du WAS, ont rédigé la lettre de solidarité suivante et l’ont envoyée à leurs camarad.e.s en France :

„En tant que travailleur.eue.s de Le Firin (boulangerie commerciale), du Café Gagarin et de Tüwi (cafés collectifs) organisés au sein de la WAS-IAA, nous comprenons profondément et compatissons avec la lutte de nos camarad.e.s de Montreuil que nous avons appris à connaître par nos camarad.e.s de la CNT-AIT.

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Solidarity with our comrades on strike at the bakery, La Conquête du pain in Montreuil!

In Antirassismus, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, English, Gastronomie, International, Solidarity on 5. Juli 2022 at 22:07

Cet article en français

Durch unsere französische Schwestergewerkschaft CNT-IAA sind wir auf einen Kampf von ArbeiterInnen in einem „anarchistischen“ Kollektivbetrieb in der Stadt Montreuil aufmerksam gemacht worden. Die dort Hackelnden sind in einer sehr ähnlichen Situation wie in vielen „Alternativbetrieben“ wo es doch Lohnarbeit gibt, und die Widersprüchlichkeiten im Kapitalismus offen zutagetreten.

Die Fehlende Klassenanalyse führt immer zu selben zuerst selbst- und dann fremdausbeuterischen Strukturen, wo die „ach-so-wichtigen-Projekte“ auf jeden Fall über die Verhinderung von ökonomischer Ausbeutung gestellt werden (gegen die man eigentlich einmal angetreten ist). Egal ob in der Bäckerei „Die Eroberung des Brotes“ in Frankreich, oder dem Gagarin in Wien. Auch in Montreuil wollen Chefs vom angeblich anarchistischen Kollektivbetrieb die reale Ausbeutung kleinreden und die derzeit Streikenden öffentlich diffamieren. Daher haben die im WAS organisierten (ehemaligen) Arbeiterinnen von der Bäckerei LeFirin, vom Gagarin und vom Tüwi folgende Solidaritätsnote verfasst, und an die GenossInnen in Frankreich geschickt:

„As workers of Le Firin (a commercial bakery), of Café Gagarin and of Tüwi (collective cafés) organized within the WAS-IAA, we deeply understand and empathize with the struggle of our comrades in Montreuil that we have got to know through our comrades from CNT-AIT.

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Ärger in der Elementarpädagogik

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Bildungsarbeit, Solidarity on 2. April 2022 at 16:29

Ein WAS Mitglied hat aus Klassensolidarität an der Demonstration der ElementarpädagogInnen am 29. März teilgenommen. Leset im Folgenden seinen Bericht.

Bei den Beschäftigten in den Kindergärten, Horten und bei der Freizeitbetreuung herrscht dicke Luft. Die Arbeitsbelastung war immer schon hoch, Der Lohn und das Ansehen gering. Die Corona-Pandemie hat die Lage nochmal zusätzlich verschärft. Deswegen gingen die Arbeiter*innen der privaten Einrichtungen in Wien bereits im Oktober auf die Straße, um kleinere Gruppen, mehr Personal, mehr Lohn, mehr Vorbereitungszeit, etc. zu fordern.

Am Dienstag, dem 29.März gab es den nächsten Aktionstag, der von der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) ausgerufen wurde. Am Vormittag gab es eine Demo vom Votivpark zum Heldenplatz, die gleichzeitig eine Betriebsversammlung im öffentlichen Raum war. Erstaunliche 8000 Menschen nahmen daran teil. Das ist deswegen so beachtlich, weil es in diesem Bereich nur etwa 8000 Beschäftigte gibt. Selbst wenn mensch die eher geringe Unterstützung von außen in Betracht zieht und die Teilnehmer*innenzahl für leicht übertrieben hält, haben zumindest ¾ aller Arbeiter*innen in dem Bereich an der Betriebsversammlung teilgenommen!

Die Demo selbst war geprägt von professionellem Den Rest des Beitrags lesen »

Weiterer Arbeitskampf gewonnen: Fehlendes Gehalt bei Reinigungsfirma erstritten

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Arbeitszeit, Dienstleistung, International, Solidarity on 10. März 2022 at 23:22

Das Wiener ArbeiterInnen-Syndikat kann einen weiteren schönen Erfolg vermelden. Zwei ArbeiterInnen aus Griechenland, die in Österreich in der Reinigungsbranche beschäftigt waren, haben nun fehlende Teile ihres Gehalts nachbezahlt bekommen.

Das Folgende ist eine Geschichte, die (ähnlich zum Fall Seamox/ SThree) viel mit globalisiertem Kapitalismus und der besonders prekären Situation von ausländischen Arbeitskräften in Österreich zu tun hat. Unsere beiden GenossInnen aus Athen kamen Ende August 2021 in die niederösterreichische Kleinstadt Zwettl, um dort für eine Reinigungsfirma zu arbeiten, auf die sie über eine griechische Online-Jobbörse aufmerksam wurden.

Für diese Firma arbeiteten Beide in einem Hotel in der Nähe von Zwettl als Putzkräfte. Die Bedingungen im Hotel waren für die KollegInnen aus Griechenland akzeptabel, doch mit der Reinigungsfirma gab es mehrere Probleme. Das war zum einen das Verhalten des Bosses, der oft an freien Tagen und in ihrer Freizeit, teilweise zu unmöglichen Zeiten Kontakt aufgenommen hat, weil er irgendwas wollte.

Ein weiteres Problemfeld ergab sich, als der Firmenchef Geld verlangte, weil Kratzer an dem Auto waren, mit dem unsere GenossInnen zur Arbeit Den Rest des Beitrags lesen »

Deklaration zu Kasachstan

In Antimilitarismus, International, Kommentar, Repression, Solidarity on 13. Januar 2022 at 23:00

Heutige Stellungnahme unserer Schwestergewerkschaft KRAS (Конфедерация революционных анархо-синдикалистов) aus Russland zu den Ereignissen in Kasachstan. Übersetzung durch das WAS.

Wir, die AnarchosyndikalistInnen und AnarchistInnen Russlands, bekunden unsere volle und uneingeschränkte Solidarität mit dem sozialen Protest der Werktätigen Kasachstans und senden ihnen unsere Grüße als GenossInnen!

Die gegenwärtige Explosion des sozialen Proteste in Kasachstan, eine der Herausragendsten und Größten seit Beginn des neuen Jahrhunderts, ist der Höhepunkt der Streikwelle von ÖlarbeiterInnen und ArbeiterInnen aus weiteren Industrien im Land, die seit dem letzten Sommer nicht mehr aufgehört hat.

Die arbeitende Bevölkerung Kasachstans erholte sich allmählich von dem schrecklichen Massaker an den ProletarierInnen, das 2011 vom diktatorischen Regime Nasarbajews veranstaltet wurde, und begann, konsequent höhere Löhne und die Möglichkeit zur Gründung von Gewerkschaften und anderen Den Rest des Beitrags lesen »

Arbeitskampf Secession: Kundgebung am Donnerstag, 16. Dezember

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Arbeitszeit, Kunst/ Kultur, Solidarity, Termine (vergangene) on 15. Dezember 2021 at 16:30

14.30 Uhr, vor der Secession, Friedrichstraße 12, 1010 Wien

Da die Betriebsleitung der Wiener Secession noch immer nicht der Forderung der organisierten Geringfügig Angestellten nach Umsetzung arbeitsrechtlicher Minimalstandards zugestimmt hat, kämpfen wir weiter. Das WAS ruft daher für morgen zu einer Protest-Kundgebung vor der Secession auf.

Das Ziel des Arbeitskampfes ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen – ganz einfach durch die Einhaltung des Arbeitsrechts bei der Secession. Konkret geht es unter anderem um die Rücknahme illegal entstandener Minusstunden in den „Lockdowns“, Auszahlung bestehender Ansprüche sowie einer Entschädigung für teils jahrelange (schon vor der Pandemie) unbezahlte Rufbereitschaft.

Wir kämpfen also weiter und rufen daher zur Protest-Kundgebung vor der Secession auf!

Donnerstag, 16. Dezember 2021
ab 14.30 Uhr
bis mindestens 16 Uhr
Friedrichstr. 12, 1010 Wien (Nähe U Karlsplatz, Ausgang „Secession“)

Vor Ort werden wir über die Hintergründe und den aktuellen Stand des Arbeitskampfes informieren.

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Generalverdacht gegen ArbeiterInnen in Sportgeschäften

In Handel, International, Solidarity on 19. November 2021 at 03:54

… in Österreich wie in der Türkei

Ein Mitglied des WAS, das sich zurzeit in der Türkei aufhält, berichtet von Beschwerden vieler MitarbeiterInnen der internationalen Sportgeschäft-Kette Decathlon in den letzten Wochen: Sie müssten sich systematischen Taschenkontrollen unterziehen. Gleichzeitig klagen auch in Wien MitarbeiterInnen einer anderen internationalen Sportgeschäft-Kette – JD Sports – über die gleichen Schikanen.

Bei Geschäftsschluß würde das Sicherheitspersonal von Decathlon sowohl die Taschen als auch die Kleider von allen MitarbeiterInnen kontrollieren (wie die lokale kommunistische Gewerkschaft Patronlarin Ensesindeyis berichtet). Als ob die offizielle Ausbeutung nicht ausreicht, würde durch diese Methode das Augebeutet-Werden nicht nur verstärkt, sondern die MitarbeiterInnen werden nun auch als Dieb gekennzeichnet. Dies sei Mobbing, melden die MitarbeiterInnen.

Die KollegInnen berichten, dass der Kassazettel bei einem Einkauf nicht ausreicht, sie müssen alles, was in ihre Tasche ist, dem Sicherheitspersonal vorzeigen. Wenn sie sich darüber beschweren, antworteten die Security, das sei eine Maßnahme des Managements für die Sicherheit und Den Rest des Beitrags lesen »

Spanien: Internationale Unterstützung für Arbeitskampf bei CEX

In Handel, Informationstechnik, International, Solidarity on 31. Oktober 2021 at 02:04

Das WAS solidarisiert sich mit den kämpfenden ArbeiterInnen von CEX in Spanien, die von unserer Schwestergewerkschaft CNT, mit der wir in der IAA föderiert sind, unterstützt werden. Im Folgenden haben wir einen Artikel der GenossInnen des ASN Köln – Anarcho-Syndikalistisches Netzwerk übernommen, der diesen Konflikt kurz zusammenfaßt.

Der Elektronik-Händler CEX ist bereits seit einem Jahr im Konflikt mit der Basisgewerkschaft CNT-IAA in Barcelona. Die Arbeiter*innen werfen dem Unternehmen vor, mit Mobbing und Schikane die Belegschaft unter Druck zu setzen, um die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern.

Das regionale Management sei verantwortlich für eine mangelhafte Umsetzung von Arbeitsrechten, die willkürliche Stundenkürzung bei Älteren oder Kolleg*innen mit Kindern Den Rest des Beitrags lesen »

Lohnraub bei Seamox/ SThree in Wien erfolgreich verhindert

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Informationstechnik, International, Solidarity on 17. Oktober 2021 at 23:55

Eine kurze Übersicht unseres Konflikts, der von Jänner 2020 bis September 2021 gegangen ist

Anläßlich der Internationalen Wochen gegen Unbezahlte Löhne 2021 präsentieren wir Euch eine Zusammenfassung unseres Abschlußberichts zum Arbeitskonflikt mit den beiden Firmen Seamox und SThree, welchen wir von Jänner 2020 bis Sommer diesen Jahres geführt und am Ende gewonnen haben.

Am 2. Jänner 2020 wurde das WAS von seiner Schwestergewerkschaft in Spanien, der CNT, im Namen eines Genossen kontaktiert, der bis Dezember 2019 unter einem sehr fragwürdigen Anstellungsverhältnis stehend, in Wien zum Opfer von Lohnraub geworden war. Es handelte sich dabei um eine fälschliche (Schein)-Selbstständigkeit bei der IT-Firma Seamox, die das letzte Glied in einer schwind’lingen Kette von Subunternehmen ist/ war, welche Arbeitskräfte für ein großes österreichisches Telekommunikationsunternehmen zu rekrutieren und durch Nearshoring österreichische Sozialversicherung und Steuer zu sparen versuchte. Hinzu kommt, daß Seamox seinen aus dem Den Rest des Beitrags lesen »