Herrschaftsfreie Basisgewerkschaft – Österreichische Sektion der IAA

Archive for the ‘Arbeitszeit’ Category

Arbeitskampf Secession: Kundgebung am Donnerstag, 16. Dezember

In aktuelle Termine, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Arbeitszeit, Kunst/ Kultur, Solidarity on 15. Dezember 2021 at 16:30

14.30 Uhr, vor der Secession, Friedrichstraße 12, 1010 Wien

Da die Betriebsleitung der Wiener Secession noch immer nicht der Forderung der organisierten Geringfügig Angestellten nach Umsetzung arbeitsrechtlicher Minimalstandards zugestimmt hat, kämpfen wir weiter. Das WAS ruft daher für morgen zu einer Protest-Kundgebung vor der Secession auf.

Das Ziel des Arbeitskampfes ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen – ganz einfach durch die Einhaltung des Arbeitsrechts bei der Secession. Konkret geht es unter anderem um die Rücknahme illegal entstandener Minusstunden in den „Lockdowns“, Auszahlung bestehender Ansprüche sowie einer Entschädigung für teils jahrelange (schon vor der Pandemie) unbezahlte Rufbereitschaft.

Wir kämpfen also weiter und rufen daher zur Protest-Kundgebung vor der Secession auf!

Donnerstag, 16. Dezember 2021
ab 14.30 Uhr
bis mindestens 16 Uhr
Friedrichstr. 12, 1010 Wien (Nähe U Karlsplatz, Ausgang „Secession“)

Vor Ort werden wir über die Hintergründe und den aktuellen Stand des Arbeitskampfes informieren.

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Portal aktueller Arbeitskampf Secession

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Arbeitszeit, English, Español, Kunst/ Kultur on 5. Dezember 2021 at 21:02

Beim aktuellen WAS-Arbeitskonfkonflikt in der Wiener Secession ist Eure praktische Klassensolidarität weiterhin notwendig. Die betroffenen Geringfügig Angestellten kämpfen weiterhin um die Einhaltung arbeitsrechtlicher Minimalstandards, für die sie bis jetzt keine eindeutige Zusage erhalten haben.
Alle von uns bisher veröffentlichen Artikel mit allen Informationen zu diesem Arbeitskonflikt
– in den Sprachen Deutsch, Spanisch und Englisch – findet Ihr im Folgenden auf einen Blick.

WAS-Kundgebung vor der Secession zur Ausstellungseröffnung am 19.11.2021. Foto: WAS.

Überblick über die Ziele des Arbeitskampfes sowie eine Chronologie der Ereignisse 15.01.2022
Overview of the goals of the labor dispute and a chronology of events 15th January 2022
Resumen de los objetivos de la lucha laboral y cronología de los acontecimientos 15 de enero de 2021

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Geschlechterparität im WAS

In Arbeitszeit, Feminismus, Historisch on 30. November 2021 at 23:13

Kommentar eines WAS-Genossen

Mit den jüngsten Beitritten in unsere Gewerkschaft gibt es nun – erstmals in unserer fast 20-jährigen Geschichte – gleich viele Frauen wie Männer unter unseren Mitgliedern.

Mujeres Libres, Spanien, 1930er-Jahre.

Der Anarchosyndikalismus steht seit jeher vor dem Problem, daß er zu stark auf Lohnarbeit reduziert wird. Dadurch wird die unbezahlte Arbeit in der Gesellschaft, also beispielsweise „Haushalt machen“, Angehörige pflegen, Kinder erziehen etc. etc. zu wenig beachtet, obwohl sie ebenso Teil der gesamtgesellschaftlich notwendigen Arbeit ist. Daß dies so oft nicht im Fokus steht und nicht als Organisierungsgrund in einer Gewerkschaft gesehen wird, liegt einerseits an unserer Marginalisierung als bewußte ArbeiterInnenklasse, andererseits bildet es aber auch die realen gesellschaftlichen Zustände ab, die sich in Wahrheit unter der dünnen Decke der liberalen und ach-so-gleichberechtigten Gesellschaft weiterhin abspielen.

Hackeln gehen, und „die Familie Den Rest des Beitrags lesen »

AGAINST THE EXPLOITATION TAKING PLACE AT THE VIENNA SECESSION

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitszeit, English, Kunst/ Kultur, Termine (vergangene) on 19. November 2021 at 03:53

DEMONSTRATION FRIDAY 11/19/21

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All the marginally employed of the sectoins cash desk/ guarding/ shop have unionized to stand up against the unbearable working conditions at the Vienna Secession. Since weeks the WAS (vienna workers syndicate) is negotiating with the museum’s CEOs, who now started to just ignore the employee’s demands. Therefore we’re now calling for a demonstration against the violation of worker’s rights in front of the Secession in Friedrichstraße 12, 1010 Vienna, at 6:30 PM during the secession’s latest exhibition opening.

Picture: Gryffindor, CC BY-SA 3.0.

The Vienna Secession, who makes around 4500 Euros with entry fees and shop sales on an average Saturday only, who’s being sponsored by one of the biggest credit institutes of Austria (Erste Bank), a page-long list of private sponsors and last but not least the Worker’s Chamber itself, finds it normal and necessary to withhold their employee’s wages.

Since the first lockdown in 2020 the marginally employed of the sections cash desk/ guarding/ shop have accumulated so called „negative hours“ every time they couldn’t show to work for the museum had to close due to corona measures.

After the entire yearly vacation entitlement plus all the employee’s overtime credit was consumed by the lockdown, they were asked to work up those hours that they had „missed“. Leading to months of 70 hours working time on average – for a payment of not even 450 Euros.

To be clear: There is no legal basis for „negative hours“, i.e. they’re illegal. Just as illegal as it is to consume an entire vacation entitlement for crisis or even letting your employees accumulate that much overtime without compensating it as money of freetime.

But all of this is – and has already been before the pandemic – a systemic issue. This illegal exploitation was justified with the purpose of „saving jobs“, but that’s not true as still colleagues lost their jobs plus „proper“ positions were replaced with more precarious marginally employed people. On top of that the section cash desk/ guarding/ shop are so notoriously understaffed that it is normal and necessary to call up on employees on vacation in case a colleague on sick leave needs to be replaced or to even make employees who are getting sick call up their colleagues to find their own replacement.

In other words: The Vienna Secession with said sources of income plus state support during the years of crisis didn’t only consider it a smart move to dump the consequences of the pandemic onto their weakest, most lucrative employees who are also most at risk of contracting covid. They considered it to be even smarter to then go on and sell all that as a favor. To their employees, to themselves, and to the public.

Die Secession hat es auf eine Münze geschafft – und ungefähr soviel sind ihnen die ArbeiterInnen wert. Picture: KarleHorn, CC BY 3.0.

The Secession’s slogan „To time their art/ To art their freedom“, considering the amounts of lifetime this institution has stolen their employees, is sheer cynisism. The curatorial profile, just like the „Moria“ banner placed above the secession’s entrance in May 2020 is literal facade.

The Secession, profiling itself through it’s own founding history, inscenating itself against the bourgeoisie and conservatism, has just betrayed every ideal that the pieces on display should stand for – or against.

Being a hierarchy-free union we consider these conditions to be unacceptable. Especially as at this point of negotiation, the Secession is just playing ignorant and doesn’t even want to pay their workers the bare minimum of their entitlement.

Our first protest will take place during the secession’s latest exhibition opening. There will be art scene VIPs plus it will be the first exhibition under the secession’s new steering committee. Let’s show the art world that the exploitation of the weekest will not be easily accepted, especially as not even the bare minimum working standard is being achieved. We ask all class-conscious workers to join us in this labor fight!

There’s also the option of personally speaking to the manager in case of further questions. They can be reached during the opening hours Monday to Friday 10-17.

An attack on one is an attack to all!

Dieser Artikel wurde am 19.11.2021 am WAS-Blog veröffentlicht. Kopieren mit Quellverweis möglich.

Heißer Herbst?

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Arbeitszeit, Öffentlicher Verkehr / Transport, Dienstleistung, Gastronomie, International, Kunst/ Kultur, Repression on 2. November 2021 at 23:35

Aktuelle Konflikte des WAS

Während der ÖGB sich bei den Metaller-KV-Verhandlungen gerade wieder einmal über den Tisch ziehen lässt und weit unter der Inflationsrate, vermutlich sogar unter 3%, abschließen wird und die FrisörInnen schon mit 1,4 % abgespeist wurden, haben wir im WAS derzeit gleich sieben Kämpfe am laufen, über die wir Euch hier kurz berichten wollen.

Viennese dialect: „Nothing works without revolution“ (May 18th 2019, Ibiza Day, in front of the Chancellor’s Office).

Ein geringfügig angestellter Kollege sieht sich vor der ungerechtfertigten Forderung seines Ex-Chefs, der von Ihm Geld für ein beschädigtes Fahrzeug haben will, obwohl das laut Dienstnehmerhaftpflichtgesetz ausgeschlossen ist. Wir kommunizieren mittlerweile mit der Anwältin der Bude und bereiten uns auf eine Tagsatzung vor dem Arbeitsgericht vor, falls die Herrschaften ihren unverschämten Versuch, fast zwei Monatsgehälter einzustreifen, nicht einstellen.

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Gewerkschaftliches Flugblatt erschienen

In Arbeitsrecht, Arbeitszeit on 14. Dezember 2020 at 22:43

Informationen zu Dienstplanänderungen, Rufbereitschaft und Homeoffice

Unser erstes Gewerkschaftliches Infoblatt ist erschienen! Das untenstehende Infoblatt wurde bereits von mehreren WAS-Mitgliedern an ihren Arbeitsplätzen verteilt. Unser Ziel ist es, einerseits Informationen zu Arbeitsrecht leicht zugänglich zu machen, besonders in Bereichen, wo die Chefs sehr oft versuchen, unsere Rechte zu missachten. Andererseits haben wir immer auch die entsprechenden Gesetzestexte angeführt, um unsere Informationen transparent und für alle nachvollziehbar zu gestalten.

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Viennese Economy-Crime-Story?

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitszeit, English, Informationstechnik, International, Solidarity, Termine (vergangene) on 13. Oktober 2020 at 20:20

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A well-known telecommunications company, who would not like to read its name here, but may do so soon, retained a well-known consulting firm for an assignment. This consulting firm, who would similarly prefer to not read its name here, though it may just the same come soon to light, retained in turn a IT company to complete this assignment. It should come as no surprise that this IT firm would also have its name kept in the shadows, even if it will soon be readable here. At the end of the chain rests a relatively small SeaMoX Information Technologies Corporation (SeaMoX) from Kaisermühlen, which seeks skilled laborers internationally and brings them to Vienna with myriad promises.

It is also a story of modern IT capitalism: specialists from Southern Europe sought after in the entire continent, paid well by the hour, typically treated with respect, must nevertheless precariously claw after short-term contracts. As a result, they are even cheaper than a full-time engineer in Munich, Milan, or Vienna. An appointment for a project here, a free labour contract there. Sometimes from home, other times a few days in the office in one of Europe’s metropoles. In this manner, they hustle through the offices of Europe’s big corporations. In the case at hand, our Spanish comrade was employed as a subcontractor below three other subcontractors for a large telecommunications firm in Vienna! Den Rest des Beitrags lesen »

WAS heißt: Arbeitskämpfe gewinnen!

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Arbeitszeit on 25. Juli 2020 at 00:32

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Schon wieder 7000,- Euro für Kündigung erstritten

Das Wiener ArbeiterInnen Syndikat hat sich die letzten beiden Wochen in einem kurzen und intensiven Arbeitskampf befunden. Dieser konnte gestern positiv abgeschlossen werden. Die Betriebsleitung, die keinerlei Unrechtsbewusstsein an den Tag legte, mußte umfangreiche Zugeständnisse machen.

Doch beginnen wir chronologisch. Der mittelständische Betrieb mit fast 60 Angestellten in Wien hat sich unter Anderem im Zuge der Covid-19-Epidemie nicht korrekt verhalten. So kam es z.B. zur Verpflichtung von Schichtübernahmen unter Vorspiegelung falscher Versprechen zur Ablöse, obwohl es einen aktiven Corona-Fall gegeben hat und unsere Genossin noch dazu zur Covid-19-Risikogruppe gehört. Die Genossin hat diese Vorgangsweisen, mit einigen anderen Punkten, wo sich die Leitung des Betriebes unseriös und obendrein auch ungesetzlich verhalten hat, Den Rest des Beitrags lesen »

Lo que significa WAS: ¡Ganar las luchas sindicales!

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Arbeitszeit, Español on 24. Juli 2020 at 00:02

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Una vez más se ha vuelto a conseguir una indemnización mediante la lucha, que esta vez asciende a 7000 euros

En las últimas dos semanas el Wiener ArbeiterInnen Syndikat (WAS) se ha visto inmerso en una corta pero intensa lucha sindical, la cual se pudo cerrar ayer. La dirección de la empresa, que en ningún momento se mostró consciente de sus injusticias, ha tenido que hacer grandes concesiones.

Pero empecemos desde el principio. Esta mediana empresa Viena de casi 60 empleados no ha actuado bien respecto a sus trabajadores y trabajadoras durante la epidemia del COVID-19. Así, por ejemplo, obligó a asumir turnos de trabajo bajo falsas promesas de relevos, a pesar de que se detectó un caso de COVID en la empresa y de que nuestra compañera se encuentra en un grupo de riesgo. La compañera criticó esta forma de proceder, junto con otras actuaciones en las que la dirección de la empresa se comportó de forma dudosa e ilegal. Por ejemplo, todavía no hay un comité de empresa. La trabajadora aceptó ayudar a otra compañera de trabajo a crearlo, e incluso a postularse ella misma si fuese necesario, cosa que también sabían los jefes. Den Rest des Beitrags lesen »

Wer soll für die Krise zahlen? 
Frauen, wehren wir uns und kämpfen!



In Antirassismus, Arbeitslosigkeit, Arbeitszeit, Diskussion, Feminismus, Gesundheit und Soziales, Handel, Termine (vergangene) on 22. Juni 2020 at 01:33

Podiumsdiskussion für Frauen am 26. Juni/ 19 Uhr/ FZ-Bar


Nach dem erfolgreichen und gut besuchten feministischen Lohnraub-Aktionstag am 12.6. in Meidling möchten wir – als Teil des Frauenkampfbündnisses – alle Frauen nun auf diese Folgeveranstaltung aufmerksam machen und freuen uns auf Euer Kommen!


Als Frauen-Kampfbündnis laden wir zur Podiumsdiskussion „Wer soll für die Krise zahlen“. Frauen aus Den Rest des Beitrags lesen »