Herrschaftsfreie Basisgewerkschaft – Österreichische Sektion der IAA

Archive for the ‘Feminismus’ Category

Heraus zum 25. November Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen!

In Feminismus, International, Termine (vergangene) on 23. November 2022 at 10:18

Kundgebung und Demonstration für Frauen und Mädchen
15 Uhr
16., Yppenplatz

Wir rufen gemeinsam mit weiteren Organisationen zur Kundgebung und Demonstration zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen auf.

Lasst uns in der Tradition des 25. November, der von Frauen und Frauenorganisationen als Gedenktag erkämpft wurde, als Frauen sichtbar und laut präsent sein. Protestieren wir gegen alle Arten von Gewalt gegen Frauen, gegen Femizide und strukturelle Gewalt in Österreich ebenso wie Gewalt gegen Frauen und Frauenmorde im Iran.

Zeigen wir Haltung gegen männliche Herrschaft und das Unrecht, das Frauen in Afghanistan Freiheit und Bildung verwehrt. Wir sind solidarisch mit den kämpfenden Frauen vor Ort und Migrantinnen in Europa und anderswo. Setzen wir uns für bedingungslose eigenständige Aufenthaltstitel für geflüchtete Frauen ein.

Wir stellen uns gegen die drohenden und bereits durchgesetzten Abtreibungsverbote in den USA. Auch in Österreich ist die Fristenlösung nach wie vor lediglich die Ausnahme eines Strafrechtsparagraphen – von einem unbürokratischen und kostenfreien Zugang sind Frauen auch hierzulande weit entfernt.

Auch ökonomische Ungleichheit produziert Gewalt! Wir solidarisieren uns mit den Arbeitskämpfen der Beschäftigten im pädagogischen, Sozial- und Bildungsbereich. In diesen Bereichen arbeiten mehrheitlich Frauen, der Lohn ist niedrig, die Den Rest des Beitrags lesen »

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Portal Arbeitskonflikt Café Gagarin

In Antirassismus, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Feminismus, Gastronomie on 20. Juni 2022 at 17:03

Einstieg zu allen Artikeln, die wir im Zusammenhang mit dem Arbeitskonflikt mit dem Betrieb Café Gagarin veröffentlicht haben.
Bei diesem Arbeitskampf geht es darum, daß der Betrieb Gagarin einem WAS-Mitglied, welches bei diesem vermeintlichen Kollektivbetrieb geringfügig beschäftigt war, eine – in der Arbeitswelt übliche – Entschädigung zahlt, welche in diesem Fall nur einen Bruchteil der offenen Lohnbestandteile ausmacht, die ihr noch zustehen. Aufgrund sexistischer und rassistischer Vorkommnisse seitens der Kollektivmitglieder hat sie ihren Job dort gekündigt.

Lösung im Sinne des Café Gagarin (15.11.2022)
Solution in the interest of Café Gagarin (15.11.2022)

Die Wirtschaftskammer und das Gagarin (01.09.2022)

Gossip Deluxe – oder Gagarin goes Union Busting (14.08.2022)

An Update on Gagarin (10.07.2022)

Erstes und gescheitertes Verhandlungsgespräch (08.06.2022)

Offener Brief des WAS (30.05.2022)

Gagarin FAQ – Deutsch (27.05.2022)
Gagarin FAQ – English (27.05.2022)

Bericht zur Kundgebung am 21. Mai 2021 (23.05.2022)

Bericht zur ersten kleinen Kundgebung (19.05.2022)

Aufruf zur größeren Kundgebung am 21. Mai 2021 (19.05.2022)
Call for the larger rally on May 21, 2021 (19.05.2022)

Offener Brief an das Café Gagarin

In Antirassismus, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Feminismus, Gastronomie on 30. Mai 2022 at 23:15

Erneutes Gesprächsangebot durch das WAS

Liebes Gagarin-Kollektiv!

Da es entgegen Eurer öffentlichen Aussage noch immer kein Gesprächsangebot und auch keine Kontaktaufnahme mit unserer Gewerkschaft gegeben hat, möchten wir die Gelegenheit ergreifen und Euch erneut ein direktes Gespräch anbieten, damit Bewegung in die Sache kommt. Nur zur Sicherheit: Mit Eurer externen Steuerberatungskanzlei zu plaudern, wie am Mittwoch den 18.5. von Euch in Eurem Schreiben (Eurer bisher einzigen Interaktion mit uns in einem eingeschriebenen Brief und wortgleichen E-Mail) in den Raum gestellt, erachten wir nicht als zielführend.

Wir laden Euch daher am kommenden Samstag, den 4. Juni um 14.30 Uhr zu einem ersten zweistündigen Gespräch im kleinen Rahmen mit dem WAS ein. Wir schlagen je zwei Menschen vor, und als weitere vertrauensbildende Maßnahme einen Ort eurer Wahl. Bei Euch, bei uns, an einem neutralen Platz, wie auch immer. Meldet euch doch so bald wie möglich mit einer Zusage und einem Vorschlag für einen Ort.

Wiener ArbeiterInnen-Syndikat

Veröffentlicht am 30. Mai 2022. Kopieren mit Quellverweis möglich.

Nachtrag am 3. Juni 2022: Das Café Gagarin hat das WAS zeitgleich mit einem Gesprächsangebot kontaktiert, als wir den Offenen Brief veröffentlicht und gemailt haben. Wir haben uns gestern, am 2. Juni darauf geeinigt, daß am Montag, den 6. Juni ein erstes Verhandlungsgespräch stattfinden wird.

Kraftvolle Kundgebung gegen Le Firin

In Antirassismus, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Feminismus, Gastronomie on 29. Mai 2022 at 23:15

Bericht zur ersten großen Kundgebung am 29. Mai 2022

Mehr als 100 GenossInnen und FreundInnen haben sich Sonntag zu Mittag vor Le Firin getroffen, um der Firmenleitung zur absoluten Rushhour in der Aufbackstube zu zeigen, daß wir die Zustände nicht akzeptieren werden. Unsere beiden betroffenen GenossInnen haben erfahren, was es heißt, nicht mehr alleine zu sein und gemeinsam gegen ausbeuterische Strukturen anzukämpfen. Das Bewußtsein, nicht einem individuellen und zufälliger Weise bösen Chef gegenüberzustehen, sondern einem System, dessen Name Kapitalismus ist und das zwangsläufig zu Ausbeutung führt, reift bei vielen Menschen und hat heute eben eine dreistellige Anzahl in Klassensolidarität mit uns auf die Straße gebracht.

Besonders da Frauen und MigrantInnen noch stärker von ökonomischen Zwängen betroffen sind, ist die Wichtigkeit solcher Kundgebungen nicht zu unterschätzen.

Le Firin ist aber auch ein spezieller Fall, in dem inzwischen viele betroffene ArbeiterInnen die strukturelle Mißachtung sehr vieler Arbeitsrechte bekämpfen wollen. Mittlerweile gibt es abseits unserer beiden GenossInnen Kontakt zu fünf weiteren ehemaligen ArbeiterInnen bei Le Firin, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, und angeblich auch schon Klagen vor dem Arbeitsgericht gewonnen haben. Die Sache wird immer größer, und ist ein Selbstläufer geworden. Denn daß wir heute die bisher größte reine WAS-Kundgebung erlebt haben, damit haben auch wir eigentlich nicht gerechnet. Es zeigt aber, daß das Thema Le Firin wirklich viele Leute direkt betrifft. Besonders schön war zu sehen, daß viele ArbeiterInnen mit Migrationshintergrund teilgenommen haben. Die Sprechchöre waren teils auf Deutsch, Türkisch und Englisch. Und auch das Soli-Plakat unserer französischen Schwestergewerkschaft CNT-IAA, die von sich aus aktiv geworden ist, war mit dabei.

Der Wagen des ORF hat sich übrigens nicht etwa deshalb hinter der Kundgebung eingebremst, weil er spontan einen Fernseh- oder Radiobericht über unsere Versammlung machen wollte, sondern weil er den Seitenspiegel vom Polizeibus vor unserer Kundgebung abgefahren hat.

Kinderblock auf unserer heutigen Kundgebung.

Der Geschäftsführer und die Besitzerin haben übrigens die Plätze im Schanigarten mit Familienmitgliedern und Angestellten besetzt, die die kompletten 2,5 Stunden dann quasi fußfrei unserer Versammlung lauschen mußten. So konnten sie beispielsweise „die Arbeiter von Wien“ auf türkisch genießen und live beobachten, wie sehr viele KundInnen nach Information durch uns am Absatz umgedreht haben und vorerst nicht mehr bei Le Firin einkaufen werden. Unsere 300 Flugzettel für PassantInnen waren sogar zu wenig und schon vor dem Kundgebungsende aus. Für die nächsten Aktionen müssen wir mehr davon drucken.

Nach der Versammlung haben wir in der Nähe noch ein spontanes Nachbesprechungs- und Vernetzungstreffen gemacht. Es kam zu vielen neuen Kontakten und wir konnten etlichen Menschen nahebringen, wie anachosyndikalistische Gewerkschaften arbeiten und worin die Kraft der Selbstorganisation im Gegensatz zu Vertretungsinstitutionen liegt. Auch daß wir als WAS den Konflikt solange fortführen, bis unsere GenossInnen ihr ganzes Geld bekommen, haben wir dargelegt und damit sichtlich einige Menschen beeindruckt, zumal es ja in anarchosyndikalistischen Gewerkschaften auch keine bezahlten Funktionen gibt und alles ehrenamtlich passiert.

Die Chefitäten im Le Firin brauchen jetzt sicher einmal ein paar Tage, bis sie anfangen kaufmännische Berechnungen anzustellen und zu überlegen, ob der weitere Imageverlust in einem Verhältnis zu den rund 3000,- Euro Unterschied, den wir am Donnerstag bei den Verhandlungen hatten, steht. Früher oder später kommen alle KapitalistInnen drauf, daß es doch günstiger ist, die minimalen bürgerlichen Arbeitsrechte einzuhalten. Manche nach einer Woche, andere mit denen wir zu tun hatten, haben für diese Erkenntnis 1,5 Jahre gebraucht, dann aber trotzdem gezahlt, …

Yaşasın sendikal mücadelemiz!

Artikel veröffentlicht am 29. Mai 2022 auf wiensyndikat.wordpress.com. Kopieren mit Quellverweis möglich.

Gagarin FAQ

In Antirassismus, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Arbeitszeit, Feminismus, Gastronomie on 27. Mai 2022 at 23:07

This article in English

Wie in unserem letzten Artikel versprochen, möchten wir die wichtigsten Fragen und Bedenken, die in der letzten Woche aufgekommen sind, beantworten. Los geht‘s!

1. Warum fordern ihr eine Entschädigung?

Viele Leute haben es begrüßt, dass wir die Arbeitsbedingungen in Gagarin öffentlich thematisiert haben, waren aber eher zurückhaltend, was die Entschädigung angeht. Wir möchten betonen, dass wir nicht an einer öffentlichen Statement-Auseinandersetzung interessiert sind, sondern an einer echten materiellen Veränderung zugunsten des Lebens unserer Gewerkschaftsmitglieder und aller Arbeiter_innen. Darüber hinaus haben uns die Bemühungen unseres Gewerkschaftsmitglieds, das dort zweieinhalb Jahre lang gearbeitet und einen internen Prozess in Gang gesetzt hat, der die Situation zwar ein wenig verändert hat, aber nicht in der Lage war, das Problem – die Ausbeutung – an der Wurzel zu packen, noch mehr davon überzeugt, dass in diesem Fall weitere Schritte erforderlich sind. Außerdem mag der Betrag, den wir für unsere Genossin fordern, einigen hoch erscheinen. Er liegt jedoch in der lächerlichen Größenordnung von 167 Euro, umgelegt auf die Monate, die sie dort gearbeitet hat. Dies ist das absolute Minimum, bezahlter Urlaub, 13. + 14.Gehalt, Krankenstand. Den Rest des Beitrags lesen »

Gagarin FAQ

In Antirassismus, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Arbeitszeit, English, Feminismus, Gastronomie on 27. Mai 2022 at 23:06

Dieser Artikel auf Deutsch

As we promised in our last article, we would like to give an answer to the most important questions and concerns that have been arising the last weeks. Here you go!

  1. Why are you asking for compensation?

A lot of people were supportive that we publicly questioned the working conditions in Gagarin, but    more reluctant about the compensation. We want to stress that we are not interested in a statement war but in proper material change in favour of the life of our union members and all workers. Additionally, our union members’ efforts of two and a half years working there and starting an internal process that changed the situation a bit, but did not manage to go to the root of the problem – the exploitation – convinced us even more that further steps are needed in this case. Besides, the amount we are asking for our comrade may seem large to some. However, it is in the ridiculous range of 167 euros divided to the months she was working there. This is the absolute minimum, payed holidays, 13. + 14. payment, sickleave. Den Rest des Beitrags lesen »

Bericht zur Kundgebung beim Gagarin-Straßenfest

In Antirassismus, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Feminismus, Gastronomie on 23. Mai 2022 at 23:05

Am Samstag den 21. Mai haben wir während dem Straßenfest beim Café Gagarin eine Kundgebung abgehalten, um die Öffentlichkeit darüber zu informieren, daß unsere Gewerkschaft auch von alternativen Betrieben die Einhaltung der minimalen Arbeitsrechte erwartet.

Es hat sich um die dritte Kundgebung vor dem Gagarin gehandelt. Am Donnerstag und Freitag haben wir zwei kleine „Pickets“ gemacht, für Samstag haben wir öffentlich zu einer Kundgebung aufgerufen.

Was in gewissen Kreisen nach unserer ersten Veröffentlichung heiß diskutiert wurde, war dann in der Realität eh ganz gesittet und von einem Minimal-Rest-Respekt geprägt. Obwohl es unser Ziel war, präsent jene Menschen zu erreichen, die immer noch denken das Gagarin zu unterstützen wäre fast die Revolution, haben wir die Versammlung nicht konfrontativ angelegt. Unsere Standkundgebung auf der anderen Straßenseite war mit über 60 Menschen sehr gut besucht und wir haben allen Menschen die Möglichkeit gegeben, mit uns zu sprechen, sich zu informieren und Sachen mit uns auszudiskutieren.

Bis auf eine handvoll Reaktionen, die wirklich daneben waren, waren die Interaktionen ganz ok. Es ist sogar zu manch persönlichem Austausch gekommen und jene, die individuelle Bekanntschaftsverhältnisse beiderseits der Garnisongasse haben, konnten sich oftmals einen Ruck geben. Wenige schienen sichtlich verkrampft und wußten nicht so recht, wo sie hingehören oder wie sie sich verhalten sollten.

Für viele WAS-Mitglieder stellen sich solche Fragen gar nicht, da sie keine Gäste des Gagarins sind bzw. manche sogar noch nie dort waren. Insofern sei auch mit dem Mißverständnis aufgeräumt, daß es sich um „irgendwas Persönliches“ bei der ganzen Angelegenheit handeln würde.

Uns hat’s jedenfalls so gut gefallen, daß wir die Kundgebung spontan um zwei Stunden verlängert haben.

Da die meisten Gewerkschaftsmitglieder bei dieser Demo dieselben Fragen sehr oft beantworten mussten, haben wir sie nochmal gebündelt und beantworten sie bald in einem seperaten Blogbeitrag – stay tuned.

Artikel veröffentlicht am 23. Mai 2022 auf wiensyndikat.wordpress.com. Kopieren mit Quellverweis möglich.

Working place struggle at Café Gagarin

In Antirassismus, ArbeiterInnenkämpfe Ö, English, Feminismus, Gastronomie, Termine (vergangene) on 19. Mai 2022 at 03:07

dieser Artikel auf Deutsch

Protest at the Gagarin Street Festival

21st of May, 5 – 8 pm
Garnisongasse 24, 1090 Vienna

Support the fight against exploitative structures at Café Gagarin!

In recent years, Café Gagarin, the supposedly „anti-authoritarian“, „collectively run“ café, has been a place of intense internal struggles. Questions of precarious working conditions have been discussed unsuccessfully for a long time. Although Café Gagarin is commonly believed to be run by a collective of equal workers, in reality there has been a division between the „collective“ and the „springer:innen“. The members of the „collective“ take on more responsibility, but also have more privileges, power and status. Coincidentally, or perhaps not, the „collective“ at this point was consisted of white Germans and Austrians, while the „springer:innen“ were mainly migrants.

When they tried to challenge the status quo, the workers repeatedly encountered racist, authoritarian and chauvinist reactions. The demand to restructure the place was tolerated first, but later it was followed by violent and aggressive reactions. Our union member was shouted at and was publicly humiliated by male members of the „collective“. Her demands to make them take responsibility for that were ignored, and the collective tried to reframe the situation as an individual conflict with a hysteric woman. Finally, she decided to quit.

It is clear for us: the rigid power structures made it impossible to question the hierarchies and the bad working conditions, in which exploitation and conflicting class interests are shamelessly interwoven with racist and sexist structures and their individual reproduction.

The problem with labour rights not being respected is not that laws are disregarded, but that „left places“ undermine even the minimum standards of the state, creating widespread acceptance for exploitation in all labour relations. Under the pretext of „good cause“ nobody should push the little boundaries of exploitation and simply negate paid holidays, 13th and 14th salary, sickleave, and so on.

We are aware that a company that is interested in „solidarity economy” is of a different calibre than an ordinary capitalist company. Unfortunately, in the case of Gagarin, the structures that developed over the years have led to extreme situations of exploitation, and a solution does not seem to be in sight. The social trap of „external constraints“ seems to have replaced any ideals. And worse, we have the impression that there is no class consciousness at all, and also zero knowledge and therefore no consciousness of the least labour rights.

We therefore demand a one-time compensation of less than 20% of the amount our union member would have earned in the last 2.5 years if the labour law minimum standards had been respected. This amount is made up of the lost income accumulated over the years through unlawfully reduced working hours, unpaid tips, unpaid sick leave, unpaid vacation, unpaid 13th and 14th salary, and so on.

For us as a union, the interests of wage workers – in this case, the irretrievably lost insurance years, the threat of old-age poverty, the multiple burden as a migrant worker, etc. – are central on the road to a liberated society.

So far, unfortunately, there has been no serious reaction from Gagarin to our offer to settle the matter amicably and without publicity, just a vague suggestion to have a talk with payroll accounting in mid-June. So we had no choice but to make the struggle public and bring it to the Gagarin Street Festival.

And to avoid any misunderstandings right from the start this is not about individual villains! It is about an alternative enterprise reproducing structures that it actually once stood against. Everyone in the „collective“ has to face the question of how it got this far and, above all, how the situation can be changed without continuing to rely on the exploitation of workers, mainly those who are affected by racism and sexism, and without undermining the minimum legal standards by up to 200%.

We want to show clearly: we are not afraid to confront bosses and fight against all forms of exploitation, even if they are painted over with red and black colours!

We invite you to join our demonstration in front of Café Gagarin on 21 May from 5pm! The address is: Garnisongasse 24. You can find us at the black-red flags!

No more sexism, no more racism, no more exploitation!
For the liberation of all workers!

Leaflet with the call for a rally for May 21, 2022

Article published May 19, 2022 on wiensyndikat.wordpress.com. Copying with source reference possible.

Arbeitskampf im Café Gagarin

In Antirassismus, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Feminismus, Gastronomie, Termine (vergangene) on 19. Mai 2022 at 02:40

this article in English

Kundgebung zum Gagarin Straßenfest

21. Mai, 17 bis 20 Uhr
Garnisongasse 24, 1090 Wien

Unterstützt den Kampf gegen ausbeuterische Strukturen im Café Gagarin!

In den letzten Jahren war das vermeintlich „antiautoritäre“, „kollektiv geführte“ Café Gagarin ein Ort intensiver interner Auseinandersetzungen. Fragen über die vorherrschenden prekären Arbeitsbedingungen werden seit langem erfolglos diskutiert. Obwohl das Café Gagarin nach landläufiger Meinung von einem Kollektiv gleichberechtigter Arbeiter:innen betrieben wird, hat es in Wirklichkeit eine Trennung zwischen dem „Kollektiv“ und den „Springer:innen“ gegeben. Die Mitglieder des „Kollektivs“ übernehmen mehr Verantwortung, haben aber auch mehr Privilegien, Macht und Status. Zufällig, oder vielleicht auch nicht, bestand das „Kollektiv“ zu diesem Zeitpunkt aus weißen Deutschen und Österreicher:innen, während die „Springer:innen“ hauptsächlich Migrant:innen sind.

Bei der Infragestellung des Status quo stießen die Beschäftigten immer wieder auf rassistische, autoritäre und chauvinistische Reaktionen. Die Forderung nach einer Umstrukturierung des Ortes wurde zunächst bis zu einem gewissen Grad Den Rest des Beitrags lesen »

Basisorganisierung in Wien und Ansätze der kurdischen Bewegung

In Diskussion, Feminismus, International, Kulturelles und Rezensionen, Termine (vergangene) on 26. April 2022 at 01:32

Podiumsdiskussion
Freitag, 29.04., 19 Uhr
FEYKOM, Jurekg. 26, 1150 Wien

Das WAS ist mit am Podium dieser Veranstaltung von RiseUp4Rojava und wir möchten Euch zu Dieser herzlich einladen. Das dort thematisierte Gesellschaftsmodell des Demokratischen Konföderalismus, welches in Westkurdistan gelebt wird, ähnelt sehr dem libertären Gesellschaftsentwurf des Anarchosyndikalismus, weshalb wir gerne an dieser Diskussion teilnehmen und generell seit Jahren die kurdische Befreiungsbewegung in Wien unterstützen. Leset Im Folgenden die Veranstaltungsankündigung unserer GenossInnen von RiseUp4Rojava.

“In Wien geht was!” Das ist die Einschätzung der internationalistischen Solidaritätskampagne RiseUp4Rojava. Am 29. April laden wir deswegen Aktivist*innen von Initiativen und Strukturen, die in den letzten Monaten etwas in Wien bewegt haben, zu einer Podiumsdiskussion ein. Wir wollen in Austausch darüber treten, welche Themen aktuell in Wien aufgegriffen werden, wie sich (Basis-)Organisierung in den jeweiligen Bereichen gestaltet, und welche gesellschaftliche Reichweite sie hat.

Gemeinsam mit Freund:innen der vor Kurzem gegründeten Akademie der Demokratischen Moderne (ADM) werden wir diese Perspektiven in Bezug zum Konzept des Demokratischen Konföderalismus setzen. Der Demokratische Konföderalismus ist jenes Gesellschaftsmodell, nach dem sich die Menschen in Rojava (Westkurdistan) bzw. weiten Teilen Nord- und Ostsyriens organisieren. Es beruht auf einer umfassenden Selbstverwaltung der Gesellschaft und den ideologischen Grundpfeilern der Radikalen Demokratie, Frauen*befreiung und Ökologie.

Was können wir hier in Wien von diesem gelebten Modell gesellschaftlicher Alternativen lernen, welche Übersetzungsarbeit braucht es dazu und wo sind die Grenzen der Übertragbarkeit? Diese Fragen wollen wir in unserer Podiumsdiskussion gemeinsam diskutieren mit:

    Claim the Space
    4althangrund
    Wiener ArbeiterInnen Syndikat
    Akademie der Demokratischen Moderne

Bitte kommt nach Möglichkeit getestet. Der Raum ist leider nicht barrierefrei. Am Eingang befinden sich Stufen und die Toiletten sind nicht rollstuhlgerecht. Wir können dafür leider aktuell keine zufriedenstellende Lösung anbieten.

Nachtrag: Radio-Aufzeichnung der Veranstaltung

Veröffentlicht am 26.04.2022 auf wiensyndikat.wordpress.com. Kopieren mit Quellenverweis möglich.