wiener arbeiter*innen syndikat

Feminismus

Materielle Existensgrundlage wieder in die eigenen Hände nehmen!

Herrschaftsfrei-gewerkschaftliche Organisierung von Frauen

Zur Erlangung unserer Gleichstellung kämpfen wir Frauen – jeglicher Herkunft – auf vielen wichtigen Ebenen – wie z.B. zu den Themen körperliche Gewalt, Wissenschaft, Kunst etc. Wir wissen, dass es nicht reicht, nur gegen das Patriarchat zu kämpfen um in Freiheit und Gleichheit leben zu können, sondern daß wir gleichzeitig auch den Kapitalismus und den Rassismus bekämpfen müssen, da diese drei Herrschaftsmechanismen sich gegenseitig bedingen, unterstützen, Hand in Hand gehen.

Wirtschaft selbst bestimmen

Wenn es allerdings um die Kontrolle unserer materiellen Existenzgrundlage im Hier und Jetzt geht, um wirtschaftliche Belange, d.h. die planvolle Befriedigung unserer Bedürfnisse und Zugang zu Ressourcen, konkret um unsere Lohnarbeit, staatliche Sozialleistungen, indirekte Lohnabhängigkeiten (von einem Partner, Eltern etc.) oder unbezahlte Reproduktionsarbeit (Pflege von Angehörigen etc.), so reproduzieren wir Frauen allzu oft das Patriarchat und überlassen diesen Bereich einfach den Männern.

Es wird Zeit, dass wir Frauen auch über unsere wirtschaftlichen Belange wieder Kontrolle erlangen und uns dazu gewerkschaftlich organisieren.

Revolutionäre Gewerkschaften

Die Vereinigungen von direkt und indirekt Lohnabhängigen, also Arbeiter*innen, zur Verbesserung unserer Arbeits- und Lebensbedingungen, sind die Gewerkschaften (in den romanischen Sprachen „Syndikate“). Man kann zwischen reformistischen (wie der Österreichische Gewerkschaftsbund) und revolutionären Gewerkschaften (wie anarchistischen Gewerkschaften oder die Industrial Workers of the World, IWW) unterscheiden, wobei die letzteren den Kapitalismus überwinden wollen und eine befreite Gesellschaft anstreben.

Wichtig dabei ist, dass wir uns in Gewerkschaften nicht mit unseren Ausbeuter*innen und und ihren Handlanger*innen organisieren, also keine Chef*innen, Soldat*innen, Polizist*innen etc. dabei sein können. Eine adäquate Klassenanalyse ist also unablässig.

In unserer revolutionären Gewerkschaft helfen wir uns gegenseitig und sind solidarisch, indem wir z.B. Betriebsgruppen und Branchensyndikate aufbauen, uns gegenseitig bei Problemen mit Behörden und bei Repression unterstützen, Arbeitskämpfe führen, Betriebe und Häuser besetzten, Arbeitskollektive und selbstverwaltete Betriebe aufbauen, Bildungs- und Kulturveranstaltungen sowie gemeinsame Kinderbetreuung organisieren uvm. – und uns dabei regional und international vernetzen. So bauen wir Schritt für Schritt die Grundzüge der befreiten Gesellschaft auf.

Wenn Du Dich mit uns organisieren möchtest – was sehr freuen würde, denn je mehr wir sind, desto stärker sind wir – nimm einfach mit uns Kontakt auf und/ oder komm einfach zu unseren offenen Treffen.

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Informationen zur Mitgliedschaft

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