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Archive for the ‘Historisch’ Category

Vorankündigung: Die anarchosyndikalistischen Schuhmacher in Österreich von Peter Haumer

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Historisch, Kulturelles und Rezensionen on Juni 7, 2017 at 9:44 pm

Endlich wird ein neues Buch über Anarchosyndikalismus in Österreich von Peter Haumer herauskommen!!

Das Institut für Anarchismusforschung plant für das Jahr 2017 noch folgende Publikationen:

Die anarchosyndikalistischen Schuhmacher in Österreich von Peter Haumer und ein Reprint der Broschüre „Neuen Liebesidealen entgegen“ aus dem Jahre 1919 von der Feministischen, Antimilitaristin und Anarchistin Olga Misař, mit einer Einleitung von der Historikerin Brigitte Rath.

Zum Buch von Peter Haumer über die anarchosyndikalistischen Schuhmacher eine kleine inhaltliche Vorschau:

Schuhindustrie in Europa heißt milliardenschwere Händlerfamilien und Tausende von ArbeiterInnen in Albanien, Mazedonien oder Rumänien, die noch weniger verdienen als ihre KollegInnen in China. Der gesetzliche Mindestlohn in der Schuhbranche in Albanien, Mazedonien oder Rumänien liegt bei monatlich 140 bis 156 Euro (China: 213 Euro). Die großen Schuhkonzerne wie Bata, Bally, Deichmann, Navyboot oder Prada haben deshalb wenig Grund in Fernost produzieren zu lassen. In Süd- und Osteuropa kommen sie billiger weg. Außerdem liegen diese Länder näher an den Absatzmärkten Westeuropas. Das spart Zeit und Transportkosten. Den Rest des Beitrags lesen »

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Buchrezension: Der Anarchosyndikalismus und der Buchdruckerstreik 1913/14 in Österreich

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Historisch, Kulturelles und Rezensionen on Mai 18, 2017 at 9:30 pm

Endlich wurde begonnen, die österreichische anarchosyndikalistische Geschichte aufzuschreiben und zu veröffentlichen. Wir freuen uns sehr über das 2016 erschienene Buch zum Buchdruckerstreik vom Peter Haumer – welches wir Euch anhand dieser  kleinen Rezension, geschrieben vom Andreas Gautsch, vorstellen möchten.


Peter Haumer. (2016). Der Anarchosyndikalismus und der Buchdruckerstreik 1913/14 in Österreich. Und Artikel zum Buchdruckerstreik aus den Jahren 1913/14. Institut für Anarchismusforschung (Hrsg.). Wien: Eigenverlag. 84 Seiten. ISBN: 978-3-9501925-5-1.


Letzten Herbst (2016) ist ein spezielles Buch vom Institut für Anarchismusforschung erschienen. Es ist das erste mit Klebebindung und das erste zu einem syndikalistischen Thema. Hergestellt wurde es wieder in Zusammenarbeit mit Leuten vom Druckraum in Ottakring, d.h. selbst gedruckt, geklebt und geschnitten – besser könnte es nicht passen, denn das Buch handelt vom Buchdruckerstreik 1913/1914.
Dieser vergessene Streik war von einer Dimension, die heute unvorstellbar ist – er dauerte mehr als zweieinhalb Monate und Den Rest des Beitrags lesen »

1. Mai Kampftag der Arbeiter*innenbewegung: Einladung zum sozialrevolutionären Picknick

In aktuelle Termine, Historisch, Kulturelles und Rezensionen on April 18, 2017 at 1:52 am

Liebe Genoss*innen, liebe Freund*innen!

Auch heuer veranstalten wir wieder ein Picknick zum 1. Mai, zu dem wir Euch alle sehr herzlich einladen!

Der 1. Mai wurde beim Gründungskongress der Zweiten Internationale 1889 zum Gedenken an die Opfer des Haymarket Riot – unter ihnen vier hingerichtete Anarchisten – als Kampftag der Arbeiter*innenbewegung ausgerufen. Am 1. Mai 1890 wurde zum ersten Mal dieser Protest- und Gedenktag mit Massenstreiks und -demonstrationen in der ganzen Welt begangen.

Da wir nicht so gerne repräsentativ und appellativ durch die Stadt marschieren, sondern auf Direkte Aktionen stehen, wollen wir den Tag mit Euch bei einem arbeitsverweigernden gemütlichen Picknick im Park verbringen.

Wann? ab 15:00 Uhr bis in den Abend hinein
Wo? 15., Auer-Welsbach-Park (U4 Schönbrunn); ihr findet uns in der Nähe der „Flammenfrauen“ (blaue Skulpturen auf der Wildwiese), im Bereich zur Wienzeile hin, bei der schwarz-roten Fahne
Bringt Essen, Getränke, Decken, Musik und liebe Leute mit

Wir freuen uns schon!
Euer WAS

MEMORIA VIVA: Zweite Verlängerung für Februar/ März & Veranstaltung „Anarchosyndikalismus in Österreich“ mit Reinhard Müller

In Historisch, Kulturelles und Rezensionen, Termine (vergangene) on Januar 3, 2017 at 11:46 pm

Der anarchosyndikalistische Film wird weitere Male in Wien im Kino gezeigt!

Wie bereits von uns angekündigt, wird MEMORIA VIVA jetzt im Jänner noch zwei Mal zu sehen sein:

Sa, 14.01. 18:30h
So, 22.01. 18:30h

Alle, bei denen es sich auch im Jänner nicht ausgehen wird, MEMORIA VIVA anzuschauen, haben nun auch noch im Februar und März die Chance, dies zu tun. Denn auch im nächsten Programm der Breitenseer Lichtspiele gibt es fünf weitere Termine:

Mi, 08.02., 18:30h
Di, 14.02., 20:30h
So, 19.02., 18:30h
Sa, 11.03., 20:30h
Fr, 17.03., 18:30h + 20:30h Diskussionveranstaltung Anarchosyndikalismus in Österreich, veranstaltet vom WAS, Gast: Reinhard Müller

mv_a Den Rest des Beitrags lesen »

MEMORIA VIVA: Verlängert!

In Historisch, Kulturelles und Rezensionen, Termine (vergangene) on Dezember 6, 2016 at 10:23 pm

Neue Termine für Dezember und Jänner

Wir freuen uns, Euch mitteilen zu können, dass weitere fünf Male die Möglichkeit besteht, MEMORIA VIVA in den Breitenseer Lichtspielen zusehen!

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Die neuen Termine:

Di, 20.12., 18:30h
Di, 27.12., 18:30h
Do, 05.01., 20:30h
Sa, 14.01. 18:30h
So, 22.01. 18:30h

Trailer

Ort: Breitenseer Lichtspiele, 14., Breitenseer Str. 21

 

Niemals Vergessen

In Archiv, Historisch, Termine (vergangene) on Oktober 26, 2016 at 10:00 am
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„In den Jahren 1939 – 1942 wurden vom ehemaligen Aspangbahnhof zehntausende österreichische Juden in Vernichtungslager transportiert und kehrten nicht mehr zurück“
 
NIEMALS VERGESSEN!
Nie wieder Faschismus!
 
Mahnwache und Kundgebung
Mittwoch, 9. November 2016, 18 Uhr 
Gedenkstein vor dem ehemaligen Aspangbahnhof
Platz der Opfer der Deportation/Leon Zelman Park (bei Ecke A.-Blamauerg./Aspangstr.), 1030 Wien
 

19.11.: Österreich-Premiere von Memoria Viva

In Historisch, Kulturelles und Rezensionen, Termine (vergangene) on Oktober 12, 2016 at 8:48 pm

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Die Breitenseer Lichtspiele zeigen in Kooperation mit dem WAS den Film Memoria Viva.

Spanien 2014, 120 min, Regie: Antonio J. García de Quirós Rodríguez, (OmU)

Die spanische Confederación Nacional del Trabajo, die CNT, ist die legendäre spanische Schwestergewerkschaft des WAS. Während des Spanischen Bürgerkriegs war sie die Speerspitze gegen den faschistischen Putsch General Francos und gleichzeitig der Motor einer Den Rest des Beitrags lesen »

Die Arbeiter*innen– Selbstverwaltung des Öffentlichen Nahverkehrs in Barcelona 1936-1939

In Öffentlicher Verkehr / Transport, Historisch on März 1, 2016 at 8:34 am

barcelonapublictransitposterDie Geschichte der direkten Selbstverwaltung der Arbeiter*innen des Nahverkehrssystems in Barcelona während der spanischen Revolution bzw. Bürgerkrieg in den 1930ern ist ein hervorragendes Beispiel der Fähigkeiten der arbeitenden Menschen die Industrie in der sie arbeiten selbst zu verwalten.
Die Jahre die letztlich zur spanischen Revolution 1936 führten waren von erbitterten Kämpfen der Arbeiter*innen gekennzeichnet. Wie z.B. der lange aber letztlich niedergeschlagene Streik der Straßenbahner 1935. Eine Vielzahl von führenden Aktivisten des Streiks kam dabei ins Gefängnis.
Mit dem Wahlsieg der Liberalen und Sozialdemokrat*innen im Februar 1936 wurden inhaftierte Gewerkschafter wieder freigelassen und die Gewerkschaft im öffentlichen Nahverkehr konnte sich erfolgreich reorganisieren um eine gewichtige Rolle in den revolutionären Ereignissen des kommenden Jahres zu spielen.
Zu dieser Zeit wurde der Hauptteil des Transports in Barcelona durch ein großes Straßenbahnnetz getragen, betrieben von der privaten Gesellschaft „Tranvias de Barcelona“ die hauptsächlich belgischen Investoren gehörte. Die Gesellschaft betrieb 60 Linien die kreuz und quer durch die Stadt verliefen und diese mit den nahe gelegenen Vororten verbanden.
Von den 7000 Arbeitern (es waren vorerst ausschließlich Männer) der Firma gehörten 6500 der Transportgewerkschaft der anarchosyndikalistischen CNT (Confederación Nacional del Trabajo) an. Die Transportgewerkschaft war eine höchst demokratische Organisation, betrieben durch Arbeiter– Vollversammlungen und gewählte Räte (delegados). Syndikalistisch zu sein bedeutete, dass die Gewerkschaft Teil einer revolutionären sozialen Bewegung sind, die zum Ziel hat, dass die Arbeiter*innen die direkte und kollektive Kontrolle über ihre Industrie übernehmen und damit die Chefs und Kapitalisten ersetzen. Um eine Wirtschaft zu errichten, in der die Industrien der gesamten Gesellschaft gehört.

Die führenden Köpfe des spanischen Militärs reagierten am 19.Juli 1936 auf die zunehmenden Arbeiter*innen – Massenmobilisierung und Streiks mit einem Putsch gegen die liberale Regierung und wollten nunmehr mit diktatorischen Mitteln gegen die radikale Arbeiter*innenbewegung vorgehen. Dabei wurden sie nicht nur von den spanischen Faschisten sondern vom Großteil der spanischen kapitalistischen Eliten unterstützt.

Bewaffneten Gewerkschaftsgruppen gelang es mit Unterstützung… Den Rest des Beitrags lesen »

Einladung zur Filmvorführung

In Archiv, Historisch on Mai 19, 2014 at 6:45 am

Der Mann auf dem Balkon v. Rudolf Gelbard

Die Initiative Aspangbahnhof lädt zur Filmvorführung : „Der Mann auf dem Balkon“ mit Rudolf Gelbard.

Das Wiener ArbeiterInnensyndikat unterstützt die Initiative Aspangbahnhof und wir freuen uns auf einen interessanten Abend.

 

„Führer- oder Masseproblem“?

In Historisch on Februar 16, 2014 at 12:14 pm

Dieser Tage fand der 80.Jahrestag des Schutzbundaufstands gegen den austrofaschistischen Ständestaat vom 12.Februar 1934 statt. Dies ist, wie eh und je, Anlass für die Vertreter und (schrumpfende Zahl der) Anhänger der verschiedenen politischen Parteien, zwar nicht unbedingt die Taten ihrer historischen Väter (und Mütter) gutzuheißen, aber doch die Schlussfolgerungen aus den Ereignissen als historische Notwendigkeiten zu interpretieren. Das war einerseits die Sozialpartnerschaft ab den 1950ern (SPÖ) und andererseits der Moskau-hörige Kleinparteiendogmatismus (KPÖ). Auch wenn der historische Deutungsanspruch der Niederlage der österreichischen ArbeiterInnenbewegung gegen den Faschismus nicht mehr ausschließlich zwischen den Parteienvertretern ausgehandelt wird, so wirken deren Sichtweisen gerade in „fortschrittlichen“, linken Kreisen bis heute nach.

Heute kaum noch bestritten wird, dass das stete Zurückweichen der Sozialdemokratie bzw. der Gewerkschaftsbewegung die verschiedenen Formen des Faschismus begünstigt hat. Ebenso unbestritten ist die Annahme, dass die Wirtschaftskrise ein wesentlicher Faktor der Schwächung der ArbeiterInnenbewegung und dass die Unterdrückung der ArbeiterInnenbewegung durch den Austrofaschismus eine wesentliche Voraussetzung für den schwach ausgeprägten österreichischen Widerstand gegen den folgenden Nationalsozialismus war.

schuhmeier

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