Herrschaftsfreie Basisgewerkschaft – Freund*innen der IAA

Warnstreiks und Kundgebung

In Allgemeines, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Gesundheit und Soziales, Solidarity on Februar 15, 2019 at 7:52 pm

Von 12. bis 14 Februar kam es Österreichweit zu zahlreichen Warnstreiks im Sozialbereich. Die Beteiligung in den Betrieben war weit höher als erwartet. Am Donnerstag gab es in Wien auch eine Streikversammlung von mehrere Belegschaften und eine Kundgebung der streikenden KollegInnen auf der inneren Mariahilferstraße. Rund 1500 Streikende beteiligten sind an dieser Kundgebung, das WAS unterstützte diesen Streik. Auch bei der kleineren Demonstration zurück ins Semper-Depot, wo die Streikversammlung stattfand, beteiligten sich einige GenossInnen des WAS, die entweder selber streikten oder um 14 Uhr gerade nicht Lohnarbeiten mußten.

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Einschüchterungsversuche vor Streik bei Jugend Am Werk

In aktuelle Termine, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Arbeitszeit, Gesundheit und Soziales, Repression, Solidarity on Februar 14, 2019 at 11:08 am

Am Vortag des Warnstreiks kam es bei Jugend Am Werk in Wien – einem Betrieb mit weit über 1000 MitarbeiterInnen –  zu einem starken Einschüchterungsversuch durch die Geschäftsführung.

Der JaW-Betriebsrat hat für heute zu einer Betriebsversammlung von 12 bis 15 Uhr aufgerufen und anschließend wird die Belegschaft eine Stunde warnstreiken. Gestern wurde von der Geschäftsführung ein E-Mail an die Belegschaft geschickt, das im Wesentlichen zwei Punkte zum Inhalt hat. Erstens wurde informiert, daß die Betriebsversammlung nicht bezahlt wird. Und zweitens tauchte im Zeiterfassungssystem ein neuer Punkt namens „Arbeitskampf“ auf und alle DienstnehmerInnen wurden angewiesen während der Betriebsversammlung und während dem Warnstreik sich als „Arbeitskampf“ einzubuchen.

Als Gewerkschaft bewerten wir diese Angriffe der Geschäftsleitung eindeutig als massiven Einschüchterungsversuch der ArbeitnehmerInnen!

Der erste Punkt ist eigentlich recht lächerlich. Da bei JaW seit jeher die Betriebsversammlungen währen der Arbeitszeit stattgefunden haben und auch immer bezahlt wurden, handelt es sich dabei um eine sogenannte „Betriebsübung“ oder „betriebliche Übung“. Das ist jener Zustand der umgangssprachlich als „Gewohnheitsrecht“ betitelt wird. Die ArbeitnehmerInnen müssen darauf vertrauen können, daß die betriebliche Praxis auch weiterhin gilt. Die jahrzehntelange Praxis ist somit Vertragsinhalt, auch wenn sie bei JaW nicht explizit in einer Betriebsvereinbarung geregelt ist. Immer schon die Zeit der

KV-Verhandlungen und Streiks im Sozialbereich

In Allgemeines, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Gesundheit und Soziales on Februar 10, 2019 at 7:07 pm

Eine Analyse der Gesundheits- und Sozialarbeitenden im WAS

Update zu den laufenden SWÖ-KV-Verhandlungen: 4. Runde gescheitert,
Warnstreiks 12. bis 14. Februar! Kundgebung am 14. Februar, 13 Uhr, Mariahilfer Straße/Kirchengasse!

Es gab heuer schon vereinzelte Betriebsversammlungen zeitgerecht vor den geplanten „Streikterminen“, was ja ein kleiner Fortschritt gegenüber der letztes Jahr ziemlich verpfuschten Streikbewegung ist. Betriebsratsvorsitzende und ÖGB-FunktionärInnen erzählen uns Beschäftigten dabei zwar selten Falsches, sie lassen aber entscheidende Details weg. Dadurch entsteht eine manipulative und auf bestimmte „unausweichliche Notwendigkeiten“ verengte Logik. Ein Teil davon ist, mit Warnstreiks immer möglichst schwach und ineffizent zu beginnen. Ein halber Tag, auf wenige Teilbereiche und Betriebe beschränkt, soll dieser sein. „Damit der Protest steigerbar bleibt“. Ergebnis: Der Warnstreik misslingt, es gibt keinen wirtschaftlichen Druck auf die Unternehmen, die Leute werden demotiviert. Oft mit dem Argument, dass „bei uns im Betrieb XY ja nicht realistisch ist, dass es zu einem massiven Streik kommt“. Die Streikbewegung hat so kaum Potential zu wachsen, weil sie abgedreht wird, bevor sie andere ansteckt. Die zweite, massiver geplante Streikwelle findet dann wundersamer Weise gar nicht statt. Die Chef-VerhandlerInnen einigen sich überraschend. Wie im letzten Jahr weit unter den zuvor vollmundig angekündigten Forderungen und aller demonstrativer „Kampfbereitschaft“. Die Folge (im besseren Fall): ÖGB-Austritte. Im schlechteren Fall: Noch mehr ArbeiterInnen, die Arbeitskämpfe und Solidarität für sinnlos halten und/ oder ideologisch die Seite wechseln.