wiener arbeiter*innen syndikat

Buchrezension: Der Anarchosyndikalismus und der Buchdruckerstreik 1913/14 in Österreich

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Historisch, Kulturelles und Rezensionen on Mai 18, 2017 at 9:30 pm

Endlich wurde begonnen, die österreichische anarchosyndikalistische Geschichte aufzuschreiben und zu veröffentlichen. Wir freuen uns sehr über das 2016 erschienene Buch zum Buchdruckerstreik vom Peter Haumer – welches wir Euch anhand dieser  kleinen Rezension, geschrieben vom Andreas Gautsch, vorstellen möchten.


Peter Haumer. (2016). Der Anarchosyndikalismus und der Buchdruckerstreik 1913/14 in Österreich. Und Artikel zum Buchdruckerstreik aus den Jahren 1913/14. Institut für Anarchismusforschung (Hrsg.). Wien: Eigenverlag. 84 Seiten. ISBN: 978-3-9501925-5-1.


Letzten Herbst (2016) ist ein spezielles Buch vom Institut für Anarchismusforschung erschienen. Es ist das erste mit Klebebindung und das erste zu einem syndikalistischen Thema. Hergestellt wurde es wieder in Zusammenarbeit mit Leuten vom Druckraum in Ottakring, d.h. selbst gedruckt, geklebt und geschnitten – besser könnte es nicht passen, denn das Buch handelt vom Buchdruckerstreik 1913/1914.
Dieser vergessene Streik war von einer Dimension, die heute unvorstellbar ist – er dauerte mehr als zweieinhalb Monate und

1. Mai Kampftag der Arbeiter*innenbewegung: Einladung zum sozialrevolutionären Picknick

In aktuelle Termine, Historisch, Kulturelles und Rezensionen on April 18, 2017 at 1:52 am

Liebe Genoss*innen, liebe Freund*innen!

Auch heuer veranstalten wir wieder ein Picknick zum 1. Mai, zu dem wir Euch alle sehr herzlich einladen!

Der 1. Mai wurde beim Gründungskongress der Zweiten Internationale 1889 zum Gedenken an die Opfer des Haymarket Riot – unter ihnen vier hingerichtete Anarchisten – als Kampftag der Arbeiter*innenbewegung ausgerufen. Am 1. Mai 1890 wurde zum ersten Mal dieser Protest- und Gedenktag mit Massenstreiks und -demonstrationen in der ganzen Welt begangen.

Da wir nicht so gerne repräsentativ und appellativ durch die Stadt marschieren, sondern auf Direkte Aktionen stehen, wollen wir den Tag mit Euch bei einem arbeitsverweigernden gemütlichen Picknick im Park verbringen.

Wann? ab 15:00 Uhr bis in den Abend hinein
Wo? 15., Auer-Welsbach-Park (U4 Schönbrunn); ihr findet uns in der Nähe der „Flammenfrauen“ (blaue Skulpturen auf der Wildwiese), im Bereich zur Wienzeile hin, bei der schwarz-roten Fahne
Bringt Essen, Getränke, Decken, Musik und liebe Leute mit

Wir freuen uns schon!
Euer WAS

Buchrezension: Die Sackgasse: Warum die Finanzkrise nicht begriffen wird

In Kulturelles und Rezensionen on April 4, 2017 at 12:30 am

Diese kurze Rezension hat ein Genosse von uns verfasst.


Schmied-Kowarzik, Anatol. (2013). Die Sackgasse: Warum die Finanzkrise nicht begriffen wird. Wien: new academy press. 145 Seiten. ISBN: 978-3-7003-1883-5.


Legionen von Wirtschaftswissenschaftern erklären uns seit Jahren, warum es alternativlos sei in Staatshaushalten zu sparen, Löhne zu kürzen und Sozialausgaben zu senken. Die selben Experten haben weder die Finanzkrise vorhergesehen noch wissen sie – da sie nunmehr unleugbar stattgefunden hat – was in Zukunft zu tun sei. Außer: Noch mehr von dem alten Mist, der nun ja offensichtlich nichts von alldem verhindert hat – ja höchstwahrscheinlich die Lage noch weiter verschlimmert.

Anatol Schmied-Kowarzik sieht in den aktuellen Krisenerscheinungen keine undurchschaubaren oder finsteren Geheimnisse in der Mechanik des Kapitalismus oder gar sinistre Verschwörungen am Werke, sondern die „ganz normale Marktwirtschaft“, die nun mal unweigerlich in Krisen führt. Dabei geht