Herrschaftsfreie Basisgewerkschaft – Österreichische Sektion der IAA

Posts Tagged ‘Le Firin’

(Schlechte) Publicity, ein körperlicher Angriff und rechtliche Schritte

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Gastronomie on 20. Juli 2022 at 20:49

Ein überfälliges Update zum Arbeitskampf mit Le Firin

Man sagt ja es gibt keine schlechte Publicity, weil jede mediale Aufmerksamkeit gut ist. Theoretisch trifft das sogar umso mehr auf laufende Arbeitskämpfe zu, wo ein Medienecho nicht als Selbstzweck, sondern als Druckmittel gegen den Betrieb wirken kann und somit den Arbeiterinnen direkt zugute kommt. Und so lesen wir den Kurier Artikel von heute zu dem Le Firin-Arbeitskampf mit gemischten Gefühlen. Ja, ein Grünenpolitiker springt auf den Zug auf und wird als Unterstützer des Arbeitskampfs interviewt (er war einmal auf einer der unzähligen Demos) – was man eben so macht als Linksliberaler. Ja, das WAS wird in dem Artikel wahlweise als „linksalternative Aktivisten“ oder als „selbsternanntes“, also anscheinend irgendwie nicht so richtig legitimes, Syndikat bezeichnet, das mit roten (sic!) Fahnen vor der Filiale steht – anscheinend ist links der Mitte eh irgendwie alles rot, wenn nicht gerade grün und gediegen wie der legitime Grünenpolitiker. Ja, auf die Idee, uns zu unserem Arbeitskampf zu befragen, ist der Kurier-Journalist natürlich nicht gekommen. Stattdessen bekommt der Chef des Le Firin viel Raum für seine Version der Geschichte, bei der er natürlich dementsprechend alle Vorwürfe als haltlos darstellt und erneut versucht, unsere Ziele, die Einhaltung von Arbeitsrecht und bessere Arbeitsbedingungen, als anti-alevitischen Rassismus darzustellen. Und die Arbeiterkammer wird befragt, die, wie so oft, mit vagen Aussagen glänzt – es habe da schon was gegeben, genaueres könne man dazu aber nicht sagen. Trotz des Den Rest des Beitrags lesen »

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Solidarité avec nos camarad.e.s en grève à la boulangerie La Conquête du pain à Montreuil !

In Antirassismus, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Français, Gastronomie, International, Solidarity on 5. Juli 2022 at 22:08

This article in English

Par l’intermédiaire de notre syndicat frère français CNT-IAA, nous avons été informés d’une lutte de travailleur.eue.s dans une entreprise collective „anarchiste“ dans la ville de Montreuil. Les hackers se trouvent dans une situation très similaire à celle de nombreuses „entreprises alternatives“, où le travail salarié existe et où les contradictions du capitalisme apparaissent au grand jour.

L’absence d’analyse de classe conduit toujours aux mêmes structures, d’abord d’auto-exploitation puis des structures d’exploitation par des tiers.  Dans tous les cas, l’argument selon lequel „ce projet est si important“ est placé au-dessus de la prévention de l’exploitation économique, même si c’est contre laquelle on s’est en fait battu un jour. Que ce soit dans la boulangerie „La conquête du pain“ en France, ou au Gagarin à Vienne. Même à Montreuil, des patron.ne.s de l’entreprise collective prétendument anarchiste veulent minimiser l’exploitation réelle et dénoncer et publiquement diffammer les grévist.e.s actuel.le.s. C’est pourquoi les (ancien.ne.s) ouvrièr.e.s de la boulangerie LeFirin, de Gagarin et de Tüwi, organisées au sein du WAS, ont rédigé la lettre de solidarité suivante et l’ont envoyée à leurs camarad.e.s en France :

„En tant que travailleur.eue.s de Le Firin (boulangerie commerciale), du Café Gagarin et de Tüwi (cafés collectifs) organisés au sein de la WAS-IAA, nous comprenons profondément et compatissons avec la lutte de nos camarad.e.s de Montreuil que nous avons appris à connaître par nos camarad.e.s de la CNT-AIT.

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Solidarity with our comrades on strike at the bakery, La Conquête du pain in Montreuil!

In Antirassismus, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, English, Gastronomie, International, Solidarity on 5. Juli 2022 at 22:07

Cet article en français

Durch unsere französische Schwestergewerkschaft CNT-IAA sind wir auf einen Kampf von ArbeiterInnen in einem „anarchistischen“ Kollektivbetrieb in der Stadt Montreuil aufmerksam gemacht worden. Die dort Hackelnden sind in einer sehr ähnlichen Situation wie in vielen „Alternativbetrieben“ wo es doch Lohnarbeit gibt, und die Widersprüchlichkeiten im Kapitalismus offen zutagetreten.

Die Fehlende Klassenanalyse führt immer zu selben zuerst selbst- und dann fremdausbeuterischen Strukturen, wo die „ach-so-wichtigen-Projekte“ auf jeden Fall über die Verhinderung von ökonomischer Ausbeutung gestellt werden (gegen die man eigentlich einmal angetreten ist). Egal ob in der Bäckerei „Die Eroberung des Brotes“ in Frankreich, oder dem Gagarin in Wien. Auch in Montreuil wollen Chefs vom angeblich anarchistischen Kollektivbetrieb die reale Ausbeutung kleinreden und die derzeit Streikenden öffentlich diffamieren. Daher haben die im WAS organisierten (ehemaligen) Arbeiterinnen von der Bäckerei LeFirin, vom Gagarin und vom Tüwi folgende Solidaritätsnote verfasst, und an die GenossInnen in Frankreich geschickt:

„As workers of Le Firin (a commercial bakery), of Café Gagarin and of Tüwi (collective cafés) organized within the WAS-IAA, we deeply understand and empathize with the struggle of our comrades in Montreuil that we have got to know through our comrades from CNT-AIT.

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Le Firin: Nächste Kundgebung am Freitag

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Gastronomie, Termine (vergangene) on 22. Juni 2022 at 01:43

24. Juni, 11 Uhr,
Währinger Straße 50-52

Wir rufen auf zur nächsten größeren Kundgebung vor der Aufback-Kette Le Firin auf, die unseren Mitgliedern noch tausende Euros schuldet.
Nach kleineren „Pickets“ diese Woche am Montag und Dienstag sowie dem Versuch eines zweiten Verhandlungsgesprächs gibt es keine Fortschritte in diesem Arbeitskonflikt. Im Gegenteil, das fix vereinbarte Treffen wurde kurzerhand von Chefseite abgesagt, weil sie nicht mit der Gewerkschaft reden wollen, sondern unangekündigt vor Ort dann doch nur alleine mit den betroffenen Arbeiterinnen. Diese Methode ist ein altbekannter Spaltungsversuch von ArbeitgeberInnen.
Darüber hinaus, wurde am Morgen des 21. 6., direkt auf der Kundgebung ein Genosse vom Geschäftsführer der Firma körperlich angegriffen.
Um diese Eskalation von Seiten LeFirins nicht unbeantwortet zu lassen, wird es am Freitag wieder eine größere WAS-Kundgebung geben:

24. Juni 2022
11 bis 14 Uhr
vor der Bäckerei Le Firin
Währinger Straße 50–52, 1090 Wien

Solidarität muß praktisch werden!
Wir sehen uns auf der Straße!

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Portal Arbeitskonflikt Bäckerei Le Firin

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Gastronomie on 21. Juni 2022 at 00:41

Einstieg zu allen Artikeln, welche wir im Zusammenhang mit dem Arbeitskonflikt mit der Aufback-Kette Le Firin veröffentlichen. Le Firin schuldet zwei Mitgliedern von uns, welche dort gearbeitet haben, noch einen Großteil offener Lohnbestandteile. Aufgrund unhaltbarer Arbeitsbedingungen ist zudem eine Entschädigungszahlung für die Genossinnen unser Ziel.

(Schlechte) Publicity, ein körperlicher Angriff und rechtliche Schritte (20.07.2022)

Aufruf zur Kundgebung am 24. Juni 2022 (22.06.2022)

Bericht zur großen Kundgebung (29.05.2022)

Gespräche mit Le Firin gescheitert – Hintergrundinformationen zum Konflikt (27.05.2022)
Le Firin ile görüşmeler başarısız oldu – Mücadelemiz hakkında bilgiler (28.05.2022)

Aufruf zur größeren Kundgebung am 29. Mai 2022 (24.05.2022)

Bericht zu den ersten Warnkundgebungen am 15. Mai 2022 (15.05.2022)

Kraftvolle Kundgebung gegen Le Firin

In Antirassismus, ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Feminismus, Gastronomie on 29. Mai 2022 at 23:15

Bericht zur ersten großen Kundgebung am 29. Mai 2022

Mehr als 100 GenossInnen und FreundInnen haben sich Sonntag zu Mittag vor Le Firin getroffen, um der Firmenleitung zur absoluten Rushhour in der Aufbackstube zu zeigen, daß wir die Zustände nicht akzeptieren werden. Unsere beiden betroffenen GenossInnen haben erfahren, was es heißt, nicht mehr alleine zu sein und gemeinsam gegen ausbeuterische Strukturen anzukämpfen. Das Bewußtsein, nicht einem individuellen und zufälliger Weise bösen Chef gegenüberzustehen, sondern einem System, dessen Name Kapitalismus ist und das zwangsläufig zu Ausbeutung führt, reift bei vielen Menschen und hat heute eben eine dreistellige Anzahl in Klassensolidarität mit uns auf die Straße gebracht.

Besonders da Frauen und MigrantInnen noch stärker von ökonomischen Zwängen betroffen sind, ist die Wichtigkeit solcher Kundgebungen nicht zu unterschätzen.

Le Firin ist aber auch ein spezieller Fall, in dem inzwischen viele betroffene ArbeiterInnen die strukturelle Mißachtung sehr vieler Arbeitsrechte bekämpfen wollen. Mittlerweile gibt es abseits unserer beiden GenossInnen Kontakt zu fünf weiteren ehemaligen ArbeiterInnen bei Le Firin, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, und angeblich auch schon Klagen vor dem Arbeitsgericht gewonnen haben. Die Sache wird immer größer, und ist ein Selbstläufer geworden. Denn daß wir heute die bisher größte reine WAS-Kundgebung erlebt haben, damit haben auch wir eigentlich nicht gerechnet. Es zeigt aber, daß das Thema Le Firin wirklich viele Leute direkt betrifft. Besonders schön war zu sehen, daß viele ArbeiterInnen mit Migrationshintergrund teilgenommen haben. Die Sprechchöre waren teils auf Deutsch, Türkisch und Englisch. Und auch das Soli-Plakat unserer französischen Schwestergewerkschaft CNT-IAA, die von sich aus aktiv geworden ist, war mit dabei.

Der Wagen des ORF hat sich übrigens nicht etwa deshalb hinter der Kundgebung eingebremst, weil er spontan einen Fernseh- oder Radiobericht über unsere Versammlung machen wollte, sondern weil er den Seitenspiegel vom Polizeibus vor unserer Kundgebung abgefahren hat.

Kinderblock auf unserer heutigen Kundgebung.

Der Geschäftsführer und die Besitzerin haben übrigens die Plätze im Schanigarten mit Familienmitgliedern und Angestellten besetzt, die die kompletten 2,5 Stunden dann quasi fußfrei unserer Versammlung lauschen mußten. So konnten sie beispielsweise „die Arbeiter von Wien“ auf türkisch genießen und live beobachten, wie sehr viele KundInnen nach Information durch uns am Absatz umgedreht haben und vorerst nicht mehr bei Le Firin einkaufen werden. Unsere 300 Flugzettel für PassantInnen waren sogar zu wenig und schon vor dem Kundgebungsende aus. Für die nächsten Aktionen müssen wir mehr davon drucken.

Nach der Versammlung haben wir in der Nähe noch ein spontanes Nachbesprechungs- und Vernetzungstreffen gemacht. Es kam zu vielen neuen Kontakten und wir konnten etlichen Menschen nahebringen, wie anachosyndikalistische Gewerkschaften arbeiten und worin die Kraft der Selbstorganisation im Gegensatz zu Vertretungsinstitutionen liegt. Auch daß wir als WAS den Konflikt solange fortführen, bis unsere GenossInnen ihr ganzes Geld bekommen, haben wir dargelegt und damit sichtlich einige Menschen beeindruckt, zumal es ja in anarchosyndikalistischen Gewerkschaften auch keine bezahlten Funktionen gibt und alles ehrenamtlich passiert.

Die Chefitäten im Le Firin brauchen jetzt sicher einmal ein paar Tage, bis sie anfangen kaufmännische Berechnungen anzustellen und zu überlegen, ob der weitere Imageverlust in einem Verhältnis zu den rund 3000,- Euro Unterschied, den wir am Donnerstag bei den Verhandlungen hatten, steht. Früher oder später kommen alle KapitalistInnen drauf, daß es doch günstiger ist, die minimalen bürgerlichen Arbeitsrechte einzuhalten. Manche nach einer Woche, andere mit denen wir zu tun hatten, haben für diese Erkenntnis 1,5 Jahre gebraucht, dann aber trotzdem gezahlt, …

Yaşasın sendikal mücadelemiz!

Artikel veröffentlicht am 29. Mai 2022 auf wiensyndikat.wordpress.com. Kopieren mit Quellverweis möglich.

Le Firin ile görüşmeler başarısız oldu

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Gastronomie, Türkçe on 28. Mai 2022 at 23:14

Mücadelemiz hakkında bilgiler

dieser Artikel auf Deutsch

WAS’ta şu anda içinde bulunduğumuz işçi mücadelelerinden biri de fırın zinciri Le Firin ile olan mücadelemizdir. Bu küçük Viyana şirketinin biri Operngasse’de diğeri 9. bölgedeki Währinger Straße’de olmak üzere Le Firin adında iki şubesi ve 18. bölgedeki „Bäckerei Ücler“ şubesi bulunmaktadır. Bunların tamamı CSC Gastro & Trade e.U.’ya aittir.

İki yoldaşımız orada çalıştı ve tüm hastalık maaşlarının kesilmesi gibi inanılmaz şeyler yaşadı. Nisan ayının başında, „usulsüz maaş kesintisi“ sebebiyle „erken bir gerekçeli istifa“ mektubu göndermiştik. İkinci meslektaşımız da uzun süre önce istifa etti.

Nisan ayının sonunda CSC’nin sahibine, şirkette aşağıdaki alanlarda sorunlar gördüğümüze işaret eden ayrıntılı bir mektup gönderdik:

  • Sosyal güvenli̇k kaydının geç yapılması
  • İş sözleşmesinin yapılmaması
  • Maaş bordrosu verilmemesi
  • Vardiya planının belirsiz olması
  • Noel ikramiyelerinin ödenmemesi ve ücretsiz izne zorlamak
  • Hastalık izni sırasında ücretlerin ödenmemesi
  • Çalışanların boş formları imzalamaya teşvik edilmesi
  • Sahte i̇mzalar
  • Boş zamanlarda ve tatillerde telefonla arayarak, çalışanları izin gününde meşgul etmek ve ücretinin ödenmemesi (ücretsiz nöbet görevi)
  • Personelin genel yanlış bilgilendirilmesi ve dezenformasyonu
  • Bahşişlerin eksik ödenmesi
  • Tatil ikramiyelerinin ödenmemesi
  • Fazla mesai saatlerinin yetersiz ödenmesi
  • Mobbing
  • Kamu sağlığını tehlikeye atmak ve çalışanlara karşı özen yükümlülüğünü göz ardı etmek
  • Covid 19 sebebiyle karantinada olan çalışana ücret ödememek
  • İş yeri̇nde yasadışı gözeti̇m
  • Hastalık izninin ve ücretinin ÖGK’ya bilgisinin verilmemesi
  • Hijyen yönetmeliklerinin ihlali

Mahkeme dışı ve basit bir nihai çözüm olarak ödenmemiş tüm ücret bileşenlerini, haklı istifa için fesih ödemesini ve iki kıdem tazminatı ödemesini (gelecekte iş mahkemesi önündeki davaları da hariç tutmak için tüm talepleri karşılayan bir ödeme) teklif ettik. Böylece şirketle toplamda net 11.000 Euronun biraz üzerinde bir meblağ karşılığında „anlaşmış“ olacaktık.

Bu mektubun büyük ölçüde göz ardı edilmesinin ardından WAS, iki hafta önce tüm şubelerin önünde eş zamanlı olarak üç küçük „uyarı mitingi“ düzenledi. Bu arada 1800 euro civarında küçük bir kısmi ödeme de yapılmıştır. Önümüzdeki Pazar günü daha büyük bir gösteri yapılacağının duyurulmasının ardından, ödenmemiş meblağlar için dostane bir çözüm bulunup bulunamayacağını öğrenmek üzere bu hafta Le Firin ile tekrar telefonla temasa geçtik. Müdür, 26.05.2022 Perşembe günü, tüm konuyu görüşmek üzere bizi ofisine davet etti. Teklifi kabul ettik ve iki WAS üyesiyle birlikte Le Firin’e gittik.

Ancak „görüşme“ müdür ve dört kadın çalışanıyla altı saatten fazla süren çok yorucu müzakereler anlamına geliyordu. Gece saat 11’e kadar birlikte oturduk ve her sorun alanını ayrıntılı olarak tartıştık. Arada donmuş hamur parçaları ile fırın tepsisinin gösterimi gibi küçük gösteri de yapıldı. Aslında, farklı sınıfsal çıkarların damgasını taşısa da oldukça saygılı bir tartışma yürüttüğümüzü ve birbirimize karşı takdir edici bir şekilde davrandığımızı düşünüyorduk. Bu nedenle o gece, ilgili iki meslektaşımıza toplam 6100 Avro ödenmesi önerisini kabul ettik.

Bugün, dünkü müzakerelerde birçok manipülatif unsur olduğu ortaya çıktı. Sadece bir örnek vermek gerekirse; sağlık sigortasına geç kayıt yaptırmanın açıklaması olarak müdür, meslektaşımızın henüz çalışma izni olmadığını ve hemen işe başlamak istediğini söyledi ki bunu prensipte kabul edebilirdik. Ancak bugün yapılan soruşturmada, meslektaşın çalışma iznine hiç ihtiyacı olmadığı ortaya çıktı. Zaten işe başladığında, AMS’e kayıt ile ilgili hiçbir problem yaşanmayacağını ayrıca mesaj olarak iletişmiş ve bu mesajın ekran görüntüsü mevcut.

Buna ek olarak, meslektaşların inanılmaz sayıda ek anlaşmayı kabul etmeleri gerekecekti ve bu da birçok farklı yazılı sözleşme anlamına gelecekti. Hatta bu, meslektaşların WAS’tan bağımsız sosyal medya kanalları aracılığıyla dostane çözümle ilgili bir WAS makalesini yayma taahhüdünde bulunmaları gerektiği anlamına gelirdi. Ancak bir sendika, sömürücü çalışma ilişkileri yoluyla kendisinin yarattığı bir şirketin imajını düzeltmek için orada değildir.

Bu nedenle teklifi reddettik, orijinal meblağı talep ediyoruz ve Pazar günkü ilk büyük eyleme katılım için eskisinden daha fazla çağrıda bulunuyoruz. Bununla birlikte, prensipte konuşmaya istekliyiz ve eğer Le Firin tutarın tamamını ödemeye hazırsa, mahkeme dışı bir anlaşmayı hala hayal edebiliyoruz. Bugün „baskı suçlamasında“ bulunacağını açıklayan Le Firin patronuna, sendikaların görevinin üyelerinin çıkarları için baskı oluşturmak olduğunu bir kez daha açıkladık. Bundan sonra da Le Firin ödeme yapmaya hazır olana ve bizimle tekrar temasa geçene kadar Le Firin ile yapacağımız şey bu olacak.

Gerekirse iş mahkemesinde tekrar görüşeceğiz ki bu şirket için daha da pahalıya mal olacaktır. Bu vesileyle mücadele eylemi başlatıldı ve uzun bir sendikal kampanyaya hazırlanıyoruz.

Kundgebung vor der
Währinger Straße 50-52
1090 Wien

Sonntag, 29. Mai12 bis 14 Uhr

Veröffentlicht am 28. Mai 2022 auf wiensyndikat.wordpress.com. Kopieren mit Quellverweis möglich.

Gespräche mit Le Firin gescheitert

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitsrecht, Gastronomie on 27. Mai 2022 at 23:15

Hintergrundinformationen zum Konflikt

Bu metnin Türkçesi

Einer der Arbeitskonflikte, die wir im WAS gerade führen, ist jener mit der Aufback-Kette Le Firin. Diese kleinere Wiener Firma hat zwei Filialen namens Le Firin, einmal in der Operngasse und einmal in der Währinger Straße im 9. Bezirk, sowie die „Bäckerei Ücler“ im 18. Bezirk. Alle sind im Besitz der CSC Gastro & Trade e.U.

Zwei unserer GenossInnen haben dort gearbeitet und Unglaubliches erlebt, beispielsweise die Einstellung jeglicher Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Wir haben schon Anfang April „einen vorzeitigen berechtigten Austritt“ aufgrund von „Ungebührlichem Vorenthalten von Bezügen“ durchgesetzt. Auch die zweite Kollegin hat schon lange gekündigt.

Bereits Ende April haben wir der Besitzerin der CSC einen ausführlichen Brief geschickt und darauf hingewiesen, daß wir im Betrieb Probleme in folgenden Bereichen sehen:

  • zu späte Anmeldung bei der Sozialversicherung
  • Fehlen von Dienstverträgen
  • Fehlen von Lohnzetteln
  • Fehlen von Dienstplänen
  • fehlende Auszahlung von Weihnachts- und Urlaubsgeld
  • fehlende Lohnfortzahlung im Krankenstand
  • Drängen der Mitarbeiterinnen zu Blankounterschriften
  • gefälschte Unterschriften
  • unbezahlte Anrufe in Freizeit und Urlaub (unbezahlte Rufbereitschaft)
  • allgemeine Mis- und Desinformation der Mitarbeiterinnen
  • unvollständige Ausbezahlung der Trinkgelder
  • fehlende Ausbezahlung von Feiertagszuschlägen
  • unzulängliche Ausbezahlung der Mehrarbeitsstunden
  • Mobbing, Beleidigung
  • Gefährdung der öffentlichen Gesundheit sowie Missachtung der Fürsorgepflicht gegenüber MitarbeiterInnen
  • fehlende Lohnfortzahlung während Covid-19-Absonderung
  • illegale Überwachung am Arbeitsplatz
  • fehlende Arbeits- und Entgeltbescheinigung
  • Verstoß gegen Hygienevorschriften

Angeboten haben wir alle offenen Lohnbestandteile, die Kündigungsentschädigung für den berechtigten Austritt plus zwei Abgangsentschädigungen (eine Zahlung die sämtliche Ansprüche abgilt um auch Verfahren vor dem Arbeitsgericht in Zukunft auszuschließen) als außergerichtliche und simple endgültige Lösung. Wir hätten uns also für insgesamt knapp über 11.000 Euro netto mit der Firma „verglichen“.

Nachdem dieser Brief großteils ignoriert wurde, hat das WAS dann vor zwei Wochen drei kleine „Warnkundgebungen“ gleichzeitig vor allen Filialen abgehalten. In der Zwischenzeit wurde auch eine kleine Teilzahlung von rund 1800 Euro geleistet. Nach der Ankündigung der größeren Demonstration am kommenden Sonntag haben wir dann Le Firin diese Wochen nochmals telefonisch kontaktiert, um zu sehen ob es nicht doch zu einer gütlichen Lösung für die weiterhin offenen Beträge kommen könnte. Der Geschäftsführer hat uns dann für den gestrigen Feiertag zu sich eingeladen, um die ganze Angelegenheit zu besprechen. Dieses Gesprächsangebot haben wir wahrgenommen, und sind mit zwei WAS-Mitgliedern zu Le Firin gegangen.

„Besprechen“ hat dann aber über sechs Stunden sehr anstrengende Verhandlungen mit dem Geschäftsführer und vier seiner Mitarbeiterinnen bedeutet. Wir sind bis nach 11 Uhr Nachts zusammengesessen und haben jedes Problemfeld ausführlichst besprochen. Zwischendurch auch kleine Showeinlagen wie die Vorführung einer Backblechbestückung mit gefrorenen Teiglingen erhalten. Eigentlich dachten wir, daß wir ein halbwegs respektvolles und wenn auch von unterschiedlichen Klasseninteressen geprägtes Gespräch führen und doch auch einen wertschätzenden Umgang miteinander haben. Deshalb haben wir am Ende gestern Nacht dann auch zugestimmt, einen Vorschlag von einer Zahlung von insgesamt 6100,- Euro an die beiden betroffenen Kolleginnen weiterzutragen.

Heute hat sich dann herausgestellt, daß es bei den Verhandlungen gestern sehr viele manipulative Elemente gegeben hat. Um euch nur ein Beispiel zu nennen; als Erklärung für die verspäteten Anmeldungen bei der Krankenkasse, hat der Geschäftsführer gemeint, daß die Kollegin doch noch keine Arbeitserlaubnis hatte, und trotzdem sofort zu arbeiten beginnen wollte, was wir grundsätzlich akzeptieren hätten können. Bei Nachfrage hat sich dann aber heute herausgestellt, daß die Kollegin gar keinen Arbeitserlaubnis braucht, und damals schon nach kurzer Zeit um ihre korrekte Anmeldung gefragt hat und der Chef immer schon im Bilde war, …

Zudem hätten die KollegInnen unglaublich vielen Zusatzvereinbarungen zustimmen sollen und dies hätte viele unterschiedliche schriftliche Verträge bedeutet. Bis hin dazu, daß die die KollegInnen sich dazu verpflichten hätten sollen, einen WAS-Artikel über eine gütliche Einigung über irgendwelche vom WAS unabhängigen Social Media-Kanäle zu verbreiten. Eine Gewerkschaft ist aber nicht dazu da, das Erscheinungsbild einer Firma zu reparieren, das sie selber durch ausbeuterische Arbeitsverhältnisse erzeugt hat.

Wir haben daher das Angebot abgelehnt, verlangen die ursprüngliche Summe, und rufen noch mehr als zuvor zur Teilnahme an der ersten größeren Demonstration am Sonntag auf. Wir bleiben aber grundsätzlich gesprächsbereit, und wenn Le Firin bereit ist, den ganzen Betrag zu zahlen, können wir uns auch weiterhin eine außergerichtliche Einigung vorstellen. Dem Chef bei Le Firin, der uns heute eine „Anzeige wegen Unterdrucksetzung“ angekündigt hat, haben wir nochmal erklärt, daß es die ureigenste Aufgabe von Gewerkschaften ist, für die Interessen ihrer Mitglieder Druck aufzubauen. Und das werden wir ab jetzt bei Le Firin auch machen, bis Le Firin zahlungsbereit ist und uns neuerlich kontaktiert.

Notfalls sehen wir uns auch vor dem Arbeitsgericht wieder, was aber noch teurer für die Firma werden würde. Der Arbeitskampf ist hiermit eröffnet und wir stellen uns auf eine lange gewerkschaftliche Kampagne ein.

Kundgebung vor der
Währinger Straße 50-52
1090 Wien

Sonntag, 29. Mai, 12 bis 14 Uhr

Veröffentlicht am 27. Mai 2022 auf wiensyndikat.wordpress.com. Kopieren mit Quellverweis möglich.

Le Firin: Aufruf zur Kundgebung am Sonntag, den 29. Mai

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Gastronomie, Termine (vergangene) on 24. Mai 2022 at 19:00

Aufback-Bäckerei hat ausstehende Löhnbestandteile und Entschädigungen noch immer nicht gezahlt

Kundgebung vor der
Währinger Straße 50-52
1090 Wien, 12 bis 14 Uhr

Die Aufback-Kette Le Firin hat die ausstehenden Lohnbestandteile sowie Entschädigungszahlungen für zwei ehemaligen Arbeiterinnen, die bei uns im Wiener ArbeiterInnen-Syndikat organisiert sind, noch immer nicht vollständig gezahlt.
Nachdem wir vorletztes Wochenende vor allen drei Filialen erste kleine Warnkundgebungen gemacht haben, rufen wir nun zu einer diesmal größeren Kundgebung vor der Hauptfiliale in der Währinger Straße 50-52 im 9. Bezirk, 12 bis 14 Uhr, auf!

In den nächsten Tagen werden wir noch mehr Hintergrund-Informationen zu diesem Arbeitskonflikt veröffentlichen.

Klassensolidarität ist gefragt!
Wir sehen uns auf der Straße!

Veröffentlicht am 24. Mai 2022 auf wiensyndikat.wordpress.com. Kopieren mit Quellverweis möglich.

Zum Weiterlesen:
Bericht zu den Warnkundgebungen am 15. Mai 2022

Warn-Kundgebungen bei Le Firin

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Gastronomie on 15. Mai 2022 at 18:26

am 15. Mai 2022

Derzeit haben wir im Wiener ArbeiterInnen-Syndikat wieder sechs Arbeitskämpfe gleichzeitig am Laufen. Eine der Firmen, die meint, ihre ArbeiterInnen nicht bezahlen zu müssen, ist die Aufback-Kette Le Firin in Wien. Wir sind seit etlichen Wochen mit der Firmenleitung in Kontakt und haben ihr bereits vorgerechnet, welchen 5-stelligen Euro-Betrag die beiden ehemaligen ArbeiterInnen, beide WAS-Mitglied, noch zu bekommen haben. Der Geschäftsführer hat erst einen kleinen Betrag, eine Entgeldfortzahlung im Krankheitsfall von Anfang des Jahres, bezahlt – weniger als 10% des ausständigen Geldes. Deshalb haben wir am heutigen Sonntag vor allen drei Filialen der Aufback-Kette kleine „Warn-Kundgebungen“ gleichzeitig abgehalten.

Bei dieser Aktionsform bieten wir FirmeneigentümerInnen letztmalig die Möglichkeit, ihren offenen Verpflichtungen nachzukommen, ohne eine „richtige“ Kampagne zu starten. Also ohne deren Kundschaft direkt zu informieren oder die Ungeheuerlichkeiten breit zu veröffentlichen. Wir zeigen einfach einmal ein bissl eine Präsenz.

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