Herrschaftsfreie Basisgewerkschaft – Österreichische Sektion der IAA

Archive for the ‘Arbeitslosigkeit’ Category

AMS in Corona-Zeiten

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitslosigkeit, sonstiges Recht on 11. April 2021 at 01:30

Drei erfolgreiche WAS-Kämpfe gegen das Arbeitsamt

Das WAS beziehungsweise seine Vorgängerorganisationen beschäftigen sich seit dem Jahr 2002 immer wieder mit dem AMS. Verstärkt auch erneut seit Corona. Wir haben etliche Kämpfe im Arbeitslosenbereich gewonnen und möchten euch heute Drei aus dem letzten Jahr exemplarisch präsentieren.

Foto: Lorenz Seidler, eSeL_at_2558 (CC BY-NC-SA 2.0)

Denn obwohl das AMS sehr viele Menschen richtiggehend in Ruhe lässt seit Corona, haben manche Mitglieder von uns Unglaubliches erlebt, Den Rest des Beitrags lesen »

Ein Angriff gegen Eine, ist ein Angriff gegen Alle

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitslosigkeit, Gesundheit und Soziales, Solidarity on 28. Oktober 2020 at 16:16

Bericht zur Kundgebung vor der Rot Kreuz Wien-Zentrale am 28.10.2020

Hoch motiviert und pünktlich um halb acht in der Früh sind wir vor der Zentrale des Roten Kreuz’ Wien gestanden – die KollegInnen, die das Rote Kreuz nicht wieder einstellt, und ihre zahlreichen UnterstützerInnen, viele von ihnen auch aus dem Sozialbereich – insgesamt um die 70 Leute. Organisiert wurde diese Kundgebung von der Initiative Sommerpaket, dem WAS, mit aufgerufen haben Sozial aber nicht blöd und KOMintern, drangehängt hat sich dann gestern noch der Gewerkschaftliche Linksblock.

Mit Transparenten, Flugblättern und Fahnen haben wir gegen das Wiedereinstellungsverbot des Roten Kreuz’, von dem KollegInnen des Winterpakets betroffen sind, protestiert. Denn offenbar ist der Einsatz für bessere Bedingungen für die KlientInnen und für bessere Arbeitsbedingungen, nicht gern gesehen beim Roten Kreuz. Denn das vereint die KollegInnen, die für das Winterpaket in der Wiener Obdachlosenhilfe nicht wieder eingestellt wurden.

Recht bald ist dann auch schon eine das Gespräch suchende dreiköpfige freundlich lächelnde Delegation von Rot Kreuz-Wichtigmenschen Den Rest des Beitrags lesen »

Nicht mit uns! Kundgebung gegen das „Anstellungsverbot“ vom Roten Kreuz!

In ArbeiterInnenkämpfe Ö, Arbeitslosigkeit, Gesundheit und Soziales, Solidarity, Termine (vergangene) on 24. Oktober 2020 at 00:45

Das Wiener ArbeiterInnen-Syndikat ruft gemeinsam mit der Initiative Sommerpaket und Sozial aber nicht blöd zu einer Protestkundgebung vor der Zentrale des Roten Kreuz‘ Wien auf. Am Mittwoch, den 28.10. um 7.30 Uhr in der Nottendorfer Gasse 21, 1030 Wien.

Kundgebung-Back-Anstellung-1038x576

Mindestens 7 Kolleg*innen des Wiener Roten Kreuzes scheinen auf einer internen Liste zu stehen – sie werden nicht mehr angestellt.

Was ist passiert?

Im Vorfeld des heurigen Winterpakets wurde langjährigen Kolleg*innen vom ehemaligen NQ Apollogasse mitgeteilt, sie würden nicht mehr im Bereich der Wohnungslosenhilfe des Roten Kreuzes angestellt werden. Ihnen würden politische Aktivitäten im Zusammenhang mit der Initiative Sommerpaket vorgeworfen.

Wie bitte?!

Kolleg*innen, die sich in ihrer Freizeit politisch engagieren, sich für Verbesserungen in der Wiener Wohnungslosenhilfe einsetzen und sich an Den Rest des Beitrags lesen »

Wer soll für die Krise zahlen? 
Frauen, wehren wir uns und kämpfen!



In Antirassismus, Arbeitslosigkeit, Arbeitszeit, Diskussion, Feminismus, Gesundheit und Soziales, Handel, Termine (vergangene) on 22. Juni 2020 at 01:33

Podiumsdiskussion für Frauen am 26. Juni/ 19 Uhr/ FZ-Bar


Nach dem erfolgreichen und gut besuchten feministischen Lohnraub-Aktionstag am 12.6. in Meidling möchten wir – als Teil des Frauenkampfbündnisses – alle Frauen nun auf diese Folgeveranstaltung aufmerksam machen und freuen uns auf Euer Kommen!


Als Frauen-Kampfbündnis laden wir zur Podiumsdiskussion „Wer soll für die Krise zahlen“. Frauen aus Den Rest des Beitrags lesen »

Das WAS unterstützt indische GenossInnen

In Arbeitslosigkeit, Öffentlicher Verkehr / Transport, International, Solidarity on 11. Juni 2020 at 02:42

Seit dem IAA-Kongress Ende 2019 in Australien ist die MEM – Muktivadi Ektra Morcha (Libertarian Unity Front) – aus Indien mit der IAA, der Internationalen ArbeiterInnen Assoziation, föderiert. Die MEM ist hauptsächlich in der Zwei-Millionen-Stadt Bhopal aktiv, welche 1984 durch die schwerste Chemiekatastrophe aller Zeiten traurige Berühmtheit erlangte.

Als Schwestergewerkschaft, zu der schon länger Kontakte bestanden, wurde die MEM letzten Dezember in die IAA aufgenommen, von der auch das WAS ein Teil ist. Dabei erhielt die MEM den Status „FreundInnen der IAA“, welcher hauptsächlich für kleinere Gewerkschaften besteht, die die Anforderungen einer Vollmitgliedschaft in einer weltweiten Gewerkschaftsföderation noch nicht erfüllen können oder wollen, wie Den Rest des Beitrags lesen »

SVS-Versicherte in Not – Was tun?

In Allgemeines, Arbeitslosigkeit, Arbeitsrecht on 29. März 2020 at 21:58

Was tun für „Neue Selbstständige“, Kleinunternehmer*innen und alle Scheinselbststänige, die bei der SVS (früher SVA) versichert, in Not geraten sind?

Unsere Empfehlung Nr. 1 ist, sich arbeitsunfähig/ krank schreiben schreiben zu lassen. Wer üblicherweise in irgendeiner Form nah mit Menschen arbeitet, wird diese Tätigkeit in absehbarer Zeit nicht ausüben können, ohne sich oder andere Menschen damit in Gefahr zu bringen. Jede*r Nichtlohnarbeitende schützt seine Mitmenschen!

Die Umsatzentwicklung bei vielen SVS-Versicherten in letzter Zeit.  Quelle: wikipedia/ WAS

Die Hausärzt*innen können die Meldung inzwischen elektronisch an die SVS schicken. Viele Hausarzt*innen stellen die Arbeitsunfähigkeit direkt telefonisch aus. Verlängerung ist dennoch alle zwei Wochen nötig, inwiefern dafür zusätzlich zur elektronischen Meldung eine schriftliche Bestätigung vorliegen muss, ist uns derzeit unklar. Einfach nachfragen!

Nach 6 Wochen (42 Tagen) ununterbrochener Krankmeldung besteht ab dem 4. Tag rückwirkend ein Anspruch von 31,08 € täglich. Das macht für die ersten 6 Wochen also genau 1212,12 €. Den Rest des Beitrags lesen »

Regierungsprogramm: Grüne opfern Arme und Arbeitslose und VIELES mehr am Altar der Macht

In Arbeitslosigkeit, Kommentar on 23. Januar 2020 at 21:21

Gemilderte Fortsetzung von Schwarzblau in der Sozialpolitik


Wir dokumentieren hier eine Aussendung einer befreundeten Basisgewerkschaft im Arbeitslosenbereich. Die Analyse gibt einen recht guten Überblick aus antikapitalistischer Sicht. Denn was die deutschen Grünen mit Hartz IV und völkerrechtswidrigen Angriffskriegen schon 1999 gezeigt haben, kommt nun in Österreich – wie immer mit 20 Jahren Verspätung – in der etwas provinzielleren und konservativeren Version.


„Eine sehr schwere Enttäuschung ist die Fortschreibung schwarzblauer Politik die bloß um einige längst überfällige umweltpolitische Initiativen und kleineren Systemoptimierungen ergänzt wird. Dass die ÖVP den Bereich Arbeit scheinbar in letzter Minute vom Sozialministerium zum Familienministerium verschoben hat und damit die Arbeitslosenversicherung einer Unternehmensberaterin als ÖVP-Ministerin untergeordnet wird, lässt wenig Gutes erwarten“ kritisiert Aktive Arbeitslose Österreich Obmann Martin Mair das sozialpolitisch eher dürftige Ergebnis der langen Regierungsverhandlungen.

Auffallend ist, dass gerade bei vielen tendenziell positiven Maßnahmen wie das billig Öffi-Ticket, Bildungscheck, mehr Psychotherapie, Neuregelung der Verfahrenshilfe, Aufnahme der Menschenwürde in die Verfassung usw. nicht nur der Zeitplan fehlt, sondern vor allem auch die Finanzierung. Den Unternehmen werden als Zuckerl für überfällige Ökomaßnahmen großzügige Steuergeschenke gemacht. Die AK geht von einer Finanzierungslücke von mindestens 4.4 Milliarden Euro im Jahr aus. Da wird für die einfachen Menschen viel auf der Strecke bleiben, weil die Schwarzgrüne Regierung in erster Linie die Unternehmen bedienen will. Den Rest des Beitrags lesen »

AMS: Sinnlose Kurse? Die Sinnentleertheit ist ja ihr Sinn!

In Arbeitslosigkeit, Arbeitszeit on 13. März 2014 at 18:23

935570_534221593283819_129931979_n

Mit der massiven Zunahme der Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren können es immer weniger Betroffene einfach hinnehmen, wenn am Arbeitsamt, das eigentlich irgendwann mal dazu da gewesen sein soll Stellenangebote zu unterbreiten, so getan wird als ob ihre mindere Qualifikation an ihrer Situation schuld seien.

Das AMS bemühte sich immer wieder zu behaupten, dass seine Kurse durchaus einen Sinn hätten. Angeblich würden 180.000 von 300.000 KursteilnehmerInnen, also 60 Prozent, nach 6 Monaten einen Job bekommen. Zum einen sei mal angenommen, dass viele auch ohne diese „Massnahme“ einen Job gefunden hätten. Zum anderen haben diese Kurse durchaus einen Sinn, wenn auch nicht für den/die Arbeitslose.  Die Arbeitslosigkeit soll für den/die Betroffene/n so ungemütlich wie möglich werden, was in Zeiten wie diesen nur eine Konsequenz zulässt: Sich zu jedem Preis verkaufen zu müssen. Und das in der Regel in Arbeitsverhältnisse, die meist eine niedrigere Qualifikation voraussetzen als die vorangegangene Arbeitsstelle. Den Rest des Beitrags lesen »