wiener arbeiter*innen syndikat

Archive for the ‘Allgemeines’ Category

Die Pest verhindert und die Grippe eingefangen

In Allgemeines on Februar 12, 2017 at 9:13 pm

Ein Genosse aus unserem Umfeld hat für die Online-Zeitung unserer deutschen Schwestergewerkschaft FAU, die Direkte Aktion, folgenden Artikel geschrieben.


Ein Kommentar zur Wahl des Bundespräsidenten in Österreich und ihrem Ergebnis aus anarchosyndikalistischer Sicht aus Wien.


Es ist also geschafft. Nach einem Jahr Wahlkampf und vier Wahlgängen hat die Republik Österreich einen neuen Bundespräsidenten. Und seit 23. Dezember, steht es auch endgültig fest: Dieser Staatspräsident ist nun ein Grüner. Vier Wahlgänge brauchte es. Die Stichwahl vom 22. Mai 2016, bei der Alexander Van der Bellen mit nur 30863 Stimmen Vorsprung bzw. 50,3 % gewann, wurde auf Antrag der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) hin, vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) in einem sehr umstrittenen Erkenntnis („Urteil“, Anm. d. Red.) aufgehoben. Die Wiederholung der Stichwahl im September musste vom Innenministerium verlegt werden: Die „Affäre“ um die fehlerhaften Kuverts für die Briefwahl wurden auch in Deutschland ausführlich thematisiert. Beim vierten Anlauf klappte es dann. Mit einer ausgebauten Mehrheit von nunmehr 53,79% wurde Alexander Van der Bellen gewählt.

Verhindert wurde Norbert Hofer, ein deutschnationaler Burschenschafter der Den Rest des Beitrags lesen »

Französische Botschaft kriegt einen Brief

In Allgemeines, Arbeitsrecht, Solidarity on Oktober 7, 2016 at 8:50 pm

foto_brief_franz_botschSeine Exzellenz Pascal Teixeira da Silva, Botschafter der Republik Frankreich in Österreich!

Mit diesem Brief wollen wir, das Wiener Arbeiter*innen Syndikat, unseren Protest gegen die Arbeitsrechtsreform im Frankreich ausdrücken. Die Reform ist nichts anderes als ein Angriff gegen die Existenz der Arbeiterinnen und Arbeiter.

Die Auswirkungen der Reform sind nicht nur in Frankreich zu spüren, sondern gefährden alle Arbeiterinnen und Arbeiter Europas und dadurch der Welt.

Die Reform wurde undemokratisch durchgesetzt. Nach heftigen Protesten gegen das Gesetz ist die Vorlage ohne Abstimmung in Kraft getreten. Somit hat die „Sozialistische“ Regierung Frankreichs ihr wahres Gesicht gezeigt.

Wir wollen die sofortige Aufhebung dieses undemokratischen und asozialen Gesetzes.

In Solidarität mit allen Arbeiterinnen und Arbeitern der Welt,

das Wiener Arbeiter*innen Syndikat

WAS heißt Basisgewerkschaft

In Allgemeines, WAS heißt... on Mai 15, 2016 at 12:29 pm

basisgewerkschaftDu hast schon fast alle deine Kolleg*innen angesprochen und die meisten davon sind jetzt überzeugte WASler*innen geworden. Deine Betriebsgruppe tritt in der Öffentlichkeit. Die Chefs sind jetzt voll dabei eine Gegen-Kampagne zu führen. Ein Chef-Argument ist: „Die Gewerkschaft ist von draußen. Die wollen hier nur Unfug machen, um das Geschäft kaputt zu machen. Danach sind die wieder weg. Besser du sprichst direkt mit uns, ohne diese Außenstehenden, diese Gewerkschaft.“ Manche Gewerkschaften sind tatsachlich Den Rest des Beitrags lesen »

WAS heißt Arbeiter*innensolidarität

In Allgemeines, WAS heißt... on Mai 1, 2016 at 12:20 pm

arbeiterinnensolidarität

Solidarität mit „unseren Leut“ fordert die FPÖ und wendet sich damit gegen Hilfe für Geflüchtete. Mit unserem Begriff von Arbeiter*innensolidarität hat das freilich nichts zu tun.

Denn dieser baut darauf auf, dass wir als Lohnarbeitende – unabhängig von Hautfarbe, Kultur oder Hobbys – einiges gemeinsam haben, nämlich dass wir arbeiten müssen, um unseren Lebensunterhalt zu sichern. Deshalb sehen wir Arbeiter*innen nicht als Konkurrenten, sondern als Verbündete. Den Rest des Beitrags lesen »

W.A.S. am 1. Mai 2016

In Allgemeines on April 23, 2016 at 12:39 pm

Das WAS veranstaltet heuer zum 1. Mai ein Picknick,
zu dem wir euch alle sehr herzlich einladen!

Wo? 15., Auer-Welsbach-Park, sucht die schwarz-rote Fahne! (voraussichtlich in der Nähe der Skulpturen „Flammenfrauen“)

Wann? ab 14 Uhr

Mitbringen? Decken, Essen, gute Laune

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

 

 

Buchvorstellung: Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht

In Allgemeines on März 7, 2016 at 8:48 pm

Das Wiener Arbeiter*innen Syndikat WAS lädt ein: Buchvorstellung und Diskussion mit Peter Nowak (Hg.): Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht. Arbeitskämpfe nach dem Ende der großen Fabriken. (Verlag Edition Assamblage 2015).

Fr, 18.03.2016, 20:00 Uhr, ab 19:00 Uhr Essen

Ort: Anarchistische Bibliothek und Archiv Wien, 8., Lerchenfelder Str. 124-126/Hof 3/Tür 1A

Im polnischen Amazon-Standort Poznan solidarisierten sich im letzten Jahr Beschäftigte mit den Kolleg*innen, die in deutschen Amazon-Standorten gestreikt haben. Es wächst die Erkenntnis, dass ein Weltkonzern wie Amazon nur durch solche transnationalen Kämpfe zu Zugeständnissen gezwungen werden kann. Doch in der letzten Zeit wurden Arbeitskämpfe in Sektoren bekannt, die gemeinhin als schwer oder gar nicht organisierbar galten. So gründeten Gefangene in einem Berliner Gefängnis eine Gewerkschaft, die sich innerhalb eines Jahres auf viele Knäste in ganz Deutschland und mittlerweile auch aus Österreich ausgebreitet hat. Zwei Beispiele über das neue Gesicht der Arbeitskämpfe, die der Berliner Journalist Peter Nowak (http://peter-nowak-journalist.de/) in seinen im Herbst 2015 im Verlag Edition Assemblage herausgegebenen Buch „Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht“ (http://www.edition-assemblage.de/ein-streik-steht-wenn-mensch-ihn-selber-macht/) vor- und zur Diskussion stellt. Ein Schwerpunkt der Buchvorstellung und Diskussion in Wien und Graz wird auf den neuen Formen basisgewerkschaftlicher Organisierung liegen. Können sie eine Alternative zu den reformistischen Großgewerkschaften sein? Und welche Rolle können außerbetriebliche Solidaritätsinitiativen bei der Unterstützung von Arbeitskämpfen spielen? Das werden einige der Fragen sein, die auf der Veranstaltung diskutiert werden sollen.

I-SAS | Initiative für ein Salzburger Arbeiter*innen Syndikat

In Allgemeines on Dezember 24, 2015 at 8:35 am

Die Initiative für ein Salzburger Arbeiter*innen Syndikat hat sich zum Ziel gesetzt in Salzburg eine anarcho – syndikalistische Gewerkschaftsgruppe aufzubauen. Anarchosyndikalist*innen kämpfen für die Verbesserung der derzeitigen Arbeits und Lebensbedingungen. Sie bleiben jedoch nicht dabei stehen, sondern arbeiten für die Errichtung einer libertären und klassenlosen Gesellschaft, denn der Anarchosydikalismus ist nicht nur eine sozial – revolutionäre Gewerkschaftsbewegung, er ist zugleich eine soziale Bewegung.
Wie wächst diese Gewerkschaft?
Wir organisieren uns regional (Ortsgruppe, Ortsförderation) bzw. nach Branchen (Syndikate). Diese Gruppen schließen sich dann zu überregionalen Föderationen zusammen. Unser Ziel ist es, dass Arbeiter*innen an möglichst vielen Orten und Branchen Syndikate und in möglichst vielen Betrieben Betriebsgruppen bilden. In Österreich und anderswo. So wird die I-SAS vom Wiener Arbeiter*innen Syndikat (WAS) unterstützt und arbeitet mit diesem eng zusammen.

Hast du/habt ihr Interesse ein eigenständiges Syndikat in Salzburg mit aufzubauen?

Meldet euch!
salzburg.syndikat@riseup.net

Schluss mit der tödlichen Asylpolitik!

In Allgemeines on Oktober 4, 2015 at 8:21 am

https://i0.wp.com/menschliche-asylpolitik.at/wp-content/uploads/2015/08/Plakat.jpg

 refugees welcome

Zehntausende demonstrierten gegen unmenschliche Flüchtlingspolitik und den drohenden Rechtsruck in Österreich. So auch das WAS!

Direkte Aktion – Zum Verständnis eines Konzeptes

In Allgemeines, Diskussion, WAS heißt... on August 13, 2015 at 10:19 am

direkte aktion

Hier ein Text, den wir schon in der Vergangenheit öfter herangezogen haben um zu erklären, was mit dem zentralen Begriff der Direkten Aktion im Anarchonsyndikalismus gemeint ist. Auch wenn er schon aus dem Jahr 2000 stammt (Anarcho-Syndicalist Review, 2000), und die erwähnten Ereignisse schon einige Zeit zurückliegen und die Schreibweise nicht immer gendergerecht ist, hat der Text von Harald Beyer-Arnesen nicht an Bedeutung eingebüßt. Der Autor beschäftigt sich dabei auch mit den ersten großen Demonstrationen rund um die Gipfeltreffen der Staatschefs der G7 bzw. G8 oder diversen EU-Gipfel. Spätestens seit dem Treffen der Welthandelsorganisation (WTO) im Jahre 1999 in Seattle wird der Begriff der „direkten Aktion“ immer wieder im Zusammenhang mit gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Staatsgewalt oder Protestformen, bei denen Gegenstände wie z.B. die Auslagenscheiben von McDonalds- Filialen beschädigt werden, gleichgesetzt. Diese Ereignisse standen für viele für den Beginn einer neuen „antikaptialistischen Bewegung“ die ohne eine ArbeiterInnenbewegung auszukommen schien – sich jedoch bald in „eventhopping“ und inszenierten Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht erschöpften, die Grundfesten des Kapitalismus aber kaum erschüttert haben. Auch die Berichterstattung zu den  „Facebook“-Revolutionen des arabischen Frühlings oder der Antiaustertätsbewegungen in Spanien und Griechenland der jüngeren Vergangenheit verstellen den Blick darauf, dass fernab der großen Demonstrationen auf symbolträchtigen Plätzen die viel direktere Aktion in den Nachbarschaften und Betrieben stattfand und stattfindet.
Also Zeit mit gewissen Missverständnissen aufzuräumen.

Die Direkte Aktion ist nicht mit schlauen Sprüchen und wissenschaftlichen Abhandlungen zu verwirklichen, aber es wird nicht schaden sich darüber auch mal ein paar Gedanken zu machen und sich Gedanken zu widmen, die sich andere dazu gemacht haben.

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„Operation Pandora“: Die Freie Meinungsäußerung und der Polizeistaat

In Allgemeines, Solidarity on Januar 12, 2015 at 11:35 am

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Es hat keine 24 Stunden gebraucht, als nach dem blutigen Ende der Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt in der Nähe von Paris die europäischen Innenminister zusammenkamen um weitere polizeistaatliche Befugnisse zu besprechen. Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière übte sich in bewährten double-speak wie es ein George Orwell nicht besser hätte schreiben können: Wir fordern neue Rechte und Methoden für die europäischen Geheimdienste bzw. Polizeien – aber wir als Innenminster können nicht garantieren für Sicherheit vor Terroranschlägen zu sorgen. D.h. im selben Atemzug wird die weitere Aushöhlungen von Grundrechten vorangetrieben, wie zugegeben wird, dass auch die bisher seit dem Ausbruch der Terrorpanik von 9/11 immer weiter ausgebauten Überwachungs- und Repressionsinstrumente niemanden abhalten können herumzulaufen und Menschen abzuknallen.
Besonders frivol wird die Sache wenn dann die Regierungschefs und Minister unter dem Banner von „Charlie Hebdo“ für die „freie Meinungsäußerung“ demonstrieren. Ein Staat der auch dieser „Wertegemeinschaft“ angehört, Spanien, holt gerade zu einem weiten Schlag gegen ebendiese freie Meinungsäußerung aus.

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