Herrschaftsfreie Basisgewerkschaft – Österreichische Sektion der IAA

Auf die Straße zum 1. Mai! Demonstrationsfreiheit verteidigen!

In Termine (vergangene) on 30. April 2020 at 01:23

Der diesjährige 1. Mai steht ganz im Zeichen der enormen Grundrechtseinschränkungen in Zeiten der Corona-Gesetzgebungen. Zwar werden per 30.4. die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben werden, das WAS erachtet es jedoch als enorm wichtig, den Kampftag der ArbeiterInnenbewegung wiederum auf die Straße zu tragen. Dieser Tag, der 1889 – zum Gedenken an die anarchistischen Opfer des Haymarket Riot‘ 1886 (übrigens ging es damals um die Senkung des 12-Stunden-Tages auf einen 8-Stunden Arbeitstag) – zum Kampftag der ArbeiterInnen gemacht wurde, darf nicht im stillen Kämmerlein unter Verneinung der Demonstrations- und Versammlungsfreiheit begangen werden. Nötigenfalls müssen wir diese Freiheiten durch unsere Präsenz erneut durchsetzen. Freilich unter Einhaltung aller sinnvollen Maßnahmen, die eine Ansteckung mit SARS-CoV-2 verhindern, wie genügend Abstand zueinander und Tragen von Schutzmasken (quasi Vermummungsgebot dieses Jahr). Wer gezwungen wird zu hackeln, muß auch demonstrieren können!

In Wien gibt es dazu vier Versammlungen, die wir interessant finden und die alle angezeigt und unseres Wissens nach bisher nicht untersagt sind:

10 bis 13 Uhr: Kundgebung „Für die Versammlungsfreiheit“, organisiert von „Selbstbestimmtes Österreich“, Rathausplatz

11 Uhr: Demonstration der „Revolutionären 1. Mai-Plattform 2020“, Oper (zum Rathausplatz), organisiert von der „Revolutionären 1. Mai Plattform 2020“, WAS-Treffpunkt

12 Uhr Treffen/ 13 Uhr: Mayday, Demonstration, Praterstern (zum Rathausplatz)

15 Uhr: Fahrradaktion (und zu Fuß) „Solidarität statt neue Normalität“, Ring, organisiert vom Bündnis ‚Solidarität für Alle‘

WAS-Mitglieder werden voraussichtlich bei allen vier Demonstrationen sein.

Offiziell rufen wir dazu auf, bei der revolutionären 11-Uhr Demonstration teilzunehmen und treffen uns dort wie immer bei der Schwarz-/ Roten Fahne. Zwar sind wir nicht Teil des Bündnisses, da es uns nicht herrschaftsfrei genug ist, wir möchten aber trotz aller solidarischen Kritik, besonders mit unseren Kurdischen GenossInnen sowie den Genossinnen vom FZ, einen klassenbewußten 1. Mai 2020 begehen. Über die Teilnahme von allen FreundInnen des WAS würden wir uns freuen.

„Wir werden nicht für ihre Krise bezahlen“ Aufruf zum 1. Mai unserer
polnischen Schwesterorgewerkschaft ZSP

Ab 16.00 Uhr laden wir auch wieder zu unserem schon traditionellen 1. Mai-Picknick ein. Da diesmal das Wetter schnell umschlagen könnte und auch, damit es auf einem Privatgrund stattfindet, ausnahmsweise im Garten des Druckraumes, den wir als WAS mitnutzen.

16, Redtenbachergasse 3, im Hinterhof/ Garten, von 16.00 Uhr bis Sonnenuntergang.

Bringt Getränke und Futter sowie Decken für euch mit und haltet Abstand.

Desinfektionsmittel und Sitzgelegenheiten für die Älteren unter uns, werden von uns gestellt.

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