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Gastgewerbe: Solfed Brigthon (UK) wieder erfolgreich

In Gastronomie, Solidarity on Mai 30, 2015 at 11:12 am

Die befreundete anarchosyndikalistische Gewerkschaft Solidarity Federation in Brighton (UK) war  wieder einmal erfolgreich.

Im Gastgewerbe in Brighton ist es üblich für die Bosse nicht einmal den Mindestlohn oder Feiertagszuschläge zu zahlen. Dieses Problem betrifft häufiger MigrantInnen, die sprachliche Probleme haben und die  Arbeitsgesetze nicht gut genug kennen.

Dies war bei einem Mitarbeiter eines Restaurant der Fall. Seine Situation am Arbeitsplatz wurde dadurch verkompliziert, dass der Rest des Küchenpersonals wie er Migranten waren, so die Kommunikation untereinader mitunter sehr schwierig war. Es wurde der Mindestlohn (6,5 Pfund/Stunde) bezahlt, Änderungen im Dienstplan wurden oft in letzter Minute bekanntgegeben, manchmal dauerte die Arbeitswoche bis zu 50 Stunden.

Unter Ausnutzung der Schwierigkeiten bei der Kommunikation und den Mängeln der Arbeitsgesetzgebung versuchte sein Chef, ihn zuerst davon zu überzeugen seinen Urlaub nicht zu nehmen. Auch verweigerte er ihm das Urlaubsgeld, weil er „keine Ansprauch darauf hat, wenn er im Urlaub nicht arbeitet“.

Nach zweieinhalb Monaten beschloss der Arbeiter den Job hinzuschmeissen. Nicht nur deshalb weil die Arbeitszeiten und Löhne so schlecht waren, sondern auch, weil es so schwierig war eine kollektive Antwort vom Küchenpersonal zu organisieren.

Er hat aber weiterhin auf die Zahlung des Geldes beharrt, dass ihm der Chef noch schuldete. Nachdem er mit Mitgliedern des SolFed Brighton – das bereits bekannt für seine erfolgreichen Aktionen ist – zu seinem Chef gegangen ist und mit einer Kampagne gegen Lohndiebstahl gedroht hat war dieser sofort zur Zahlung bereit.

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