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Bulgarien: Proteste gegen Bahnreform

In Öffentlicher Verkehr / Transport, Solidarity on März 22, 2015 at 12:33 pm

ARS Bahnprotest

Aus: Anarchosyndikat Köln/Bonn, anarchosyndikalismus.org 

Seit Mitte Januar 2015 findet eine Reihe von Protesten gegen die geplante „Reform“ der bulgarischen Eisenbahn BDZ statt. Die Regierung bereitet die weitere Stillegung von Bahnverbindungen und Kürzungen im Angebot vor, um die staatliche Aktiengesellschaft „Bălgarski Dăržavni Železnici“ schrittweise zu privatisieren.

Auch die Gewerkschaft „Autonomes Arbeiter/innen-Syndikat“ (ARS) organisierte am Bahnhof der Hafenstadt Varna eine kleine Kundgebung, an der sich etwa 50 Bürger/innen, Aktivist/innen und Arbeiter/innen beteiligten, die über das Schicksal der Eisenbahn als größtem Arbeitgeber des Landes besorgt sind.

Ein Großteil der über 17.000 Bahnarbeiter/innen hat jedoch nicht an Protesten teilgenommen, da sie einerseits vom Management mit Entlassung bedroht wurden und Erklärungen unterschreiben mussten, dass sie nicht demonstrieren werden. Andererseits waren viele nicht gekommen, weil das Verkehrsministerium am Tag vor dem landesweiten Aktionstag der reformistischen Gewerkschaften angekündigt hatte, dass die geplanten Kürzungen gestoppt würden, woraufhin die Kundgebungen abgesagt wurden.

Trotz dieser Hindernisse hält die anarchosyndikalistische ARS ihre Aktion in der Großstadt am Schwarzen Meer für mehr als erfolgreich, denn sie haben ihr Hauptziel erreicht, im Anschluss zu der Aktion eine Vollversammlung abzuhalten. Dort wurde gemeinsam über die Probleme bei der Eisenbahn diskutiert und versucht Strategien zu entwickeln, um die Probleme zugunsten der Arbeiter/innen und Fahrgäste zu lösen.

Vollversammlung diskutiert Alternativen

An der Sitzung haben neben den lokalen Aktivist/innen der ARS auch Bahnarbeiter/innen, Rentner/innen und andere Bürger/innen teilgenommen, denen das Schicksal der Eisenbahn am Herzen liegt. Diskutiert wurden folgende, sehr interessante Themen:

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Du arbeitest im Gastgewerbe?

In Gastronomie on März 3, 2015 at 3:28 pm

Bar, Café, Essenszusteller, Restaurant oder Hotel?

gastro
Arbeiten im Gastgewerbe heißt lange Tage, niedrige Löhne, prekären Bedingungen.

Andere Probleme die wir kennen sind:

– Bezahlung unter Kollektivvertrag
– keine korrekte Krankenkassameldung
– lang arbeiten ohne Pause
– unbezahlte Überstunden
– ungesetzliche Gehaltsabzüge
– nicht ausbezahlte Trinkgelder
– keine bezahlten Feiertage oder Urlaub
– zu wenig Lohn
– Mobbing und Diskriminierung …

Wir meinen, Arbeiterinnen und Arbeiter können auch ohne offizielle gewerkschaftliche Vertretung direkt handeln und ihre Rechte vom Management einfordern, wenn sie zusammen vorgehen.
Kämpfen wir gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen!

wien.syndikat(a)riseup.net
wiensyndikat.wordpress.com

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