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Solidaritätsaktion für syrische Flüchtlinge in Griechenland

In Solidarity on Januar 24, 2015 at 5:03 pm

ese

Die Libertär-Syndikalistische Gewerkschaft (ESE) Athen beteiligte und unterstützte in den letzten Monaten Solidaritätsaktionen für syrische Flüchtlinge und Kriegsopfer die nach Griechenland gelangt sind.

Abgesehen vom Anspruch auf Asyl und Visa kämpfen die syrischen Flüchtlinge um die minimalen Lebensvoraussetzungen wie Unterkunft, Verpflegung, Gesundheitsversorgung. Hunderte wurden in Hotels und anderen Unterkünften unter sehr ärmlichen Verhältnissen untergebracht. Das Essen wird von humanitären Organisationen zur Verfügung gestellt.

Für weitere tausende Flüchtlinge, darunter Familien mit kleinen Kindern, ist die Situation noch dramatischer – sie müssen in Parks leben.

Die Welle der in Griechenland ankommenden syrischen Flüchtlinge in Griechenland steigt ständig.
In der benachbarten Türkei gibt es eineinhalb Millionen SyrerInnen die durch den Krieg vertrieben wurden und nun versuchen Westeuropa zu erreichen.

Die Regierung Griechenlands fühlt sich für das Schicksal der meisten Flüchtlinge nicht zuständig, die anderen europäischen Staaten wie Österreich setzen auf Abschottung, schieben syrische Flüchtlinge zu Tausenden etwa nach Italien ab und nehmen lächerlich geringe Kontingente von Flüchtlingen im eigenen Land auf.

Verschiedene sozialen Organisationen (Nachbarschaftsversammlungen und Sozialzentren) in Athen haben die Initiative ergriffen und beheimaten in ihren Räumen viele Flüchtlinge. Für diese Organisationen stellt es aber eine große Herausforderung die finanziellen Kosten zu tragen.

Daher versucht die ESE nun Hilfe zu mobilisieren. Der Solidaritätsfond der ESE ist weitgehend erschöpft, daher ruft die ESE zur Unterstützung durch sozialen Bewegungen und ArbeiterInnen auf der ganzen Welt auf!

Die Solidaritätsaktion der ESE kann mit Geldspenden unterstützt werden:

Piraeus Bank
ΙΒΑΝ: GR86 0172 0870 00508707 0937 715
BIC: PIRBGRAA

Link: ESE

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Diskriminierung, sexuelle Übergriffe und Mobbing bei CITIBANK Polen

In Solidarity on Januar 24, 2015 at 4:32 pm

Unbenannt

ArbeiterInnen von Citibank Polen nahmen mit Unterstützung der ZSP-IAA den Kampf gegen diesen Konzern auf.
Ein Mann wurde gefeuert, als er einer defacto-Degradierung und Lohnkürzung seine Zustimmung verweigerte, nach dem er aus dem Vaterschafts-Urlaub zurückgekehrt war. Nach dem Gesetz sollte ihm ein gleichwertiger Job wie vor der Karenz zur Verfügung stehen. Jetzt verklagt er die Firma und wird von der ZSP unterstützt.
Ein weiterer Kollege kämpft mit der ZSP gegen den Umstand, dass er etwa die Hälfte verdient wie seine Kollegen in vergleichbaren Positionen. Hier soll nicht nur die Angleichung des Lohnes erreicht werden, sondern auch die Verschwiegenheitsklausel hinsichtlich der Lohnhöhe aus den Arbeitsverträgen gestrichen werden.
Zuletzt klagt eine Kollegin gegen Citibank weil sie an ihrem Arbeitsplatz Opfer sexueller Übergriffe wurde.

Der Kampf der ZSP kann mit Protestfaxes und –emails unterstützt werden.

 

FAXES AND EMAILS

We are writing in support of the workers taking action against your practices of discrimination and sexual harrassment in Poland. Citibank should eliminate these problems from the workplace, guarantee workers equal pay for equal work and stop reprisals against workers who stand up for their rights.
NO MORE MOBBING AND DISCRIMINATION!
NO TO SEXUAL HARRASSMENT!

Senden an:

Citibank / Bank Handlowy Warsawa
fax +48 22 692 50 23
Citibank Headquarters +1-212-793-3946
listybh@citi.com

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Lohnkampf an der Mall of Berlin

In Solidarity on Januar 24, 2015 at 3:48 pm

Protestkundgebung: Metatec-Ausbeuter, bezahlt die Arbeiter!

Bauunternehmer erwirkt einstweilige Verfügung gegen die FAU Berlin

Mit der einstweiligen Verfügung, die das Landgericht Berlin ohne mündliche Verhandlung erließ, droht der FAU Berlin für bestimmte Aussagen ein Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro, ersatzweise Ordnungshaft bis zu sechs Monaten für ihre SekretärInnen.

Gewerkschaft erhält Maulkorb

Zum Heutigen Tag wurde gegen die Freien ArbeiterInnen Union (FAU) Berlin durch Andreas Fettchenhauer eine einstweilige Verfügung erwirkt. Ohne mündliche Anhörung der FAU erfolgte die Entscheidung durch das Landgericht Berlin. Der FAU droht ein Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro, ersatzweise Ordnungshaft bis zu sechs Monaten für SekretärInnen der FAU Berlin.

„Einstweilige Verfügungen sind ein gängiges Mittel gegen Gewerkschaften. Die FAU wird auf diese Weise sogar ohne mündliche Anhörung durch Zwangsmittelandrohung zum Schweigen gebracht, ohne eine abschließende Prüfung der Tatsachen“ so Nina Matzek, Sekretärin der FAU Berlin. „Es geht jetzt auch mal wieder um die Gewerkschaftsfreiheit“. Die FAU Berlin greift nun als ersten Schritt zur Selbstzensur, prüft aber die Möglichkeiten des Widerspruchs.

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Bleibt zu hoffen, dass sich die FAU Berlin nicht im Paragrafen-Jungle verirrt. Offenbar wirkt die Einschüchterung aber nicht: Die Aktionen der FAU für die Bezahlung der Arbeiter der Mall of Berlin gehen weiter.

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„Operation Pandora“: Die Freie Meinungsäußerung und der Polizeistaat

In Allgemeines, Solidarity on Januar 12, 2015 at 11:35 am

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Es hat keine 24 Stunden gebraucht, als nach dem blutigen Ende der Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt in der Nähe von Paris die europäischen Innenminister zusammenkamen um weitere polizeistaatliche Befugnisse zu besprechen. Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière übte sich in bewährten double-speak wie es ein George Orwell nicht besser hätte schreiben können: Wir fordern neue Rechte und Methoden für die europäischen Geheimdienste bzw. Polizeien – aber wir als Innenminster können nicht garantieren für Sicherheit vor Terroranschlägen zu sorgen. D.h. im selben Atemzug wird die weitere Aushöhlungen von Grundrechten vorangetrieben, wie zugegeben wird, dass auch die bisher seit dem Ausbruch der Terrorpanik von 9/11 immer weiter ausgebauten Überwachungs- und Repressionsinstrumente niemanden abhalten können herumzulaufen und Menschen abzuknallen.
Besonders frivol wird die Sache wenn dann die Regierungschefs und Minister unter dem Banner von „Charlie Hebdo“ für die „freie Meinungsäußerung“ demonstrieren. Ein Staat der auch dieser „Wertegemeinschaft“ angehört, Spanien, holt gerade zu einem weiten Schlag gegen ebendiese freie Meinungsäußerung aus.

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