wiener arbeiter*innen syndikat

Arbeiter der Firma „Termoelektro“ im Kampf um ausstehende Löhne

In Solidarity on November 6, 2013 at 2:06 pm

termoelektro 2

Serbische Arbeiter der Firma „Termoelektro“ im Kampf um ausstehende Löhne mit „Montes del Plata“ in Uruguay und der österreichischen Firma „Kresta“

Mit einem Geflecht von Subverträgen wurden Arbeiter der serbischen Termoelektro unter anderem für die österreichische Firma „Kresta“ (unter dem Namen „Felvok“) nach Uruguay geschickt um am Bau einer Zellulosefabrik mitzuarbeiten. Sie haben allerdings keinerlei Lohn dafür erhalten, es sollten eigentlich 10 000 USD je Arbeiter sein.

Da sie nicht mit Arbeitsvisa, sondern Touristenvisa ausgestattet wurden, die vor einigen Monaten abgelaufen waren, waren die Arbeiter gezwungen für jeden Tag ihres Aufenthalts 20 USD zu bezahlen. So hat jeder Einzelne schnell 700 USD Schulden beim Staat Uruguay angehäuft. Als die serbischen Arbeiter begannen für ihre ausstehenden Löhne zu kämpfen und in ihren 2 Camps zu bleiben, in denen sie untergebracht waren, beschlossen die Bosse sie dort hinauszuwerfen und sperrten deren Zugangsmöglichkeit auch für die Baustelle. Die „Termoelektro“-Arbeiter waren nun ohne Geld, Essen oder Möglichkeiten nach Serbien zurückzukehren. Nun haben sie die anarchosyndikalistische Gewerkschaft ASI in Serbien kontaktiert, welche eine Kampagne zu ihrer Unterstützung ins Leben gerufen hat.

Die Betroffenen haben mit Unterstützung durch urugayanische Syndikalisten und dort lebende CNT-Spanien Mitglieder beschlossen von ihrem ursprünglichen Camp nach Montevideo zu ziehen. Dort begannen sie mit einem Protest und Hungerstreik vor dem Arbeitsministerium. Die ASI hat währenddessen in Serbien eine Kampagne gestartet, die das Problem der in derartigen Fallen gefangenen Arbeiter ins öffentliche Bewusstsein rücken soll.

termoelektro 1

Auch wenn der serbische Staat so tut, als ob ihm diese Arbeiter am Herzen liegen würden, rechtliche Unterstützung eingeschaltet wurde und die Bosse mit Gesprächen versuchen eine Entscheidung und damit ihre Zahlungsverpflichtungen auf die lange Bank zu ziehen, ist die Auseinandersetzung noch lange nicht beendet.

Die Internationale ArbeiterInnen Assoziation (IAA) ruft daher zur Unterstützung auf. Etwa in Form von Protestschreiben an die involvierten Firmen.

(Quelle: IAA-IWA)

Links

Artikel IAA (english)

Artikel ASI (srpski)

KRESTA industries

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